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2.4. – 2.7.2017

Niki de Saint Phalle und das Theater – At Last I Found the Treasure

Niki de Saint Phalle, Plakat Lysistrata, Staatstheater Kassel, 1966 © VG Bild-Kunst, Bonn 2016
Niki de Saint Phalle, Plakat Lysistrata, Staatstheater Kassel, 1966 © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

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Die Ausstellung „Niki de Saint Phalle und das Theater – At Last I Found the Treasure“ zeigt zum ersten Mal, wie fasziniert die Künstlerin vom Theater war und welche Wende ihr Werk dadurch nahm. Bislang blieb unerkannt, welche Rolle das Theater für Niki de Saint Phalles (1930–2002) Kunst nach 1968 hatte. Diese Art der der Zusammensetzung ihrer Arbeiten eröffnet letztlich eine neue Perspektive auf das Gesamtwerk und insbesondere auf den großen Zyklus, den sie zum Thema Liebe entwickelte.

Gemeinsam hatte de Saint Phalle mit den Kunstschaffenden der New Yorker Avantgarde, den Nouveaux-Réalistes in Paris und den Theaterpionieren in Kassel in den 1960er-Jahren den Wunsch, der Kunst mannigfaltige Möglichkeiten zu geben.

1966, nachdem die Künstlerin mit einer begehbaren, liegenden und bunt bemalten Frauenfigur im Moderna Museet in Stockholm ihr erstes Großprojekt schuf, wurde sie vom Theaterregisseur Rainer von Diez nach Kassel eingeladen, um Bühnenbild und Kostüme für seine Inszenierung der Lysistrata von Aristophanes am Staatstheater zu entwerfen. Schnell identifizierte sich Niki de Saint Phalle mit dem Stück, in dem sich Frauen aus ganz Griechenland gegen ihre Männer und den Krieg verschwören.

Die Künstlerin lernte das Theater auch als Ort der aktiven Beteiligung des Publikums schätzen und begann ein eigenes Theaterstück namens ICH zu schreiben, das dann 1968 anlässlich der documenta 4 in Kassel in Zusammenarbeit mit Rainer von Diez uraufgeführt wurde. Mit der Inszenierung des humorvollen, erotischen, aber auch grausamen Stücks wurde beabsichtigt, Fantasie und Kritik des Publikums gleichermaßen anzuregen. Niki de Saint Phalle entfaltete ihre Kreativität in den optischen und bildnerischen Formen wie auch in den Sprach- und Bewegungsabläufen. Kaskadenhaft – bunt und auch schrill – breiteten sich die verschiedenen Beiträge in Farben, Formen und Tönen auf der Bühne aus. Mit ihrem Stück ICH gelang es Niki de Saint Phalle, Kunst und Theater zu durchdringen.

In Kooperation mit der Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim und der Kunstsammlung Jena.

Das umfangreiche Ausstellungsprojekt entsteht in enger Zusammenarbeit mit der Niki Charitable Art Foundation in Santee, Kalifornien, USA.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutsch-englischer Sprache im Kehrer Verlag.

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Schauen Sie sich den am 18.4.2017 gesendeten WDR-Beitrag zur Ausstellung an:

Nanas von Niki de Saint Phalle
Lokalzeit aus Aachen | 18.04.2017 | 02:33 Min. | Verfügbar bis 18.04.2018 | WDR

Mit den üppigen und bunten Frauenfiguren, den "Nanas", ist Niki de Saint Phalle bekannt geworden. Eine Ausstellung in Leopold-Hoesch-Museum in Düren zeigt eine andere, etwas weniger bekannte Seite der französischen Künstlerin: Niki de Saint Phalle und das Theater

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Ausstellungsansicht „Niki de Saint Phalle und das Theater – At Last I Found the Treasure” © Niki Charitable Art Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2017. Foto: Peter Hinschläger
Ausstellungsansicht „Niki de Saint Phalle und das Theater – At Last I Found the Treasure” © Niki Charitable Art Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2017. Foto: Peter Hinschläger
Ausstellungsansicht „Niki de Saint Phalle und das Theater – At Last I Found the Treasure” © Niki Charitable Art Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2017. Foto: Peter Hinschläger
Ausstellungsansicht „Niki de Saint Phalle und das Theater – At Last I Found the Treasure” © Niki Charitable Art Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2017. Foto: Peter Hinschläger
Ausstellungsansicht „Niki de Saint Phalle und das Theater – At Last I Found the Treasure” © Niki Charitable Art Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2017. Foto: Peter Hinschläger
Ausstellungsansicht „Niki de Saint Phalle und das Theater – At Last I Found the Treasure” © Niki Charitable Art Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2017. Foto: Peter Hinschläger
Modelle für ICH, alle 1968 (r.) ICH, Siebdrucke auf Offset-Super-Bütten, alle 1968 (l.) © Niki Charitable Art Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2017. Foto: Peter Hinschläger
Modelle für ICH, alle 1968 (r.) ICH, Siebdrucke auf Offset-Super-Bütten, alle 1968 (l.) © Niki Charitable Art Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2017. Foto: Peter Hinschläger
Crazy Bird, 1966/67 © Niki Charitable Art Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2017. Foto: Peter Hinschläger
Crazy Bird, 1966/67 © Niki Charitable Art Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2017. Foto: Peter Hinschläger

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