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Aktuelle Ausstellungen

4. 9. – 20.11. 2016

Günther-Peill-Stiftung 1986–2016
Haris Epaminonda. VOL.XVIII
Robert Elfgen. Strandspaziergang
Rana Hamadeh. The Sleepwalkers
Ernst Wilhelm Nay. Farbkompositionen

Günther-Peill-Stiftung 1986–2016

Seit ihrer Gründung im Jahr 1986 fördert die Günther-Peill-Stiftung internationale Gegenwartskunst am Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren. Sie trägt damit wesentlich zu den Ausstellungsaktivitäten des Hauses bei. Darüber hinaus initiierte die Günther-Peill-Stiftung die Realisierung des Neubaus, des Peill-Forums, das den historischen Museumsbau komplettiert und im Jahr 2010 eröffnet wurde. Gegründet von Carola Peill im Gedenken an ihren Mann, widmet sich die Stiftung der Vergabe von Künstlerstipendien und seit 1996 auch von einem Preis an eine etablierte Position der zeitgenössischen Kunst. Die umfassende Jubiläumsausstellung würdigt mit Werken die 41 Künstlerinnen und Künstler, die durch Arbeiten im Sammlungsbestand vertreten sind, u.a. Silke Leverkühne, Gregor Schneider, Michael Sailstorfer, Saâdane Afif und Andreas Fischer.
Desweiteren wird im Rahmen der Jubiläumsausstellung eine Außenskulptur der deutschen Malerin und Bildhauerin Leni Hoffmann (*1962 Bad Pyrmont) auf dem Hoeschplatz präsentiert. Ihre Arbeit „munka“ besteht aus einem 24 m langen Stahlgebilde, worüber gebrauchte wie auch neue farbige Lkw-Planen an unterschiedlichen Stellen drapiert sind. Leni Hoffmann war 1994–1996 Stipendiatin der Günther-Peill-Stiftung.

Haris Epaminonda. VOL.XVIII
Preisträgerin der Günther-Peill-Stiftung 2014

Das zentrale künstlerische Verfahren von Haris Epaminonda (*1980 Nikosia, Zypern) stellt die Collage dar. Durch das präzise Arrangement ausgewählter Objekte und Bildmedien schafft sie atmosphärische Rauminstallationen, die neue Verbindungen zwischen zeitlich und geografisch entfernten Räumen herstellen. Dabei bedient sie sich häufig der Verwendung von Readymades, die unterschiedlichen Kontexten entstammen und in der Kombination ein weites Feld an Assoziationsmöglichkeiten eröffnen. Ihre poetisch-reduzierten Arbeiten umkreisen auf subtile Weise Themenkomplexe wie Natur- und Kulturgeschichte, Präsenz und Absenz, Dauer und Momenthaftigkeit. 

Robert Elfgen. Strandspaziergang
Stipendiat der Günther-Peill-Stiftung 2014–2016

Robert Elfgen (*1972 Wesseling am Rhein) verarbeitet Fundstücke in gemäldehaften Objekten und Installationen. Die Materialien für seine Arbeiten liest er teils im Alltag auf, teils entstammen sie einem aufgelösten Kloster nahe seines Wohnortes. Neu kombiniert und partiell verfremdet erfahren die Objekte eine ästhetische Transformation. Landschaftsmotive, Fauna und figürliche Szenen beherrschen Elfgens symbolhaltigen Bildkosmos, den stets ein Funken romantischer Ironie durchzieht. Die Ausstellung wird während der Laufzeit durch den Künstler modifiziert – Konsequenz einer künstlerischen Praxis, die sich einem Umherstreifen, Sammeln und Improvisieren verdankt.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Rana Hamadeh. The Sleepwalkers
Stipendiatin der Günther-Peill-Stiftung 2014–2016

Rana Hamadehs (*1983 Beirut, Libanon) Arbeit basiert auf historischen Recherchen, die sie in Performances, Filmen und bühnenhaften Installationen verarbeitet. Ihr Film „The Sleepwalkers“ nutzt einen Kriminalfall aus dem Ägypten der 1920er Jahre als Ausgangspunkt, um auf eindringliche Weise Themen wie Kolonialismus, Frauenfeindlichkeit und Geschichtsschreibung zu reflektieren. Der mit einer diskontinuierlichen Erzählweise operierende Film vereint dokumentarische mit fiktionalen Elementen und ist Teil des Langzeitprojekts „Alien Encounters“, in dem die Künstlerin sich mit Hygienediskursen auseinandersetzt. Die Präsentation wird durch weitere Objekte ergänzt. 
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. 

Ernst Wilhelm Nay – Farbkompositionen

Das Dürener Industriellenehepaar Günther (1908–1974) und Carola Peill (1907–1992) trugen eine umfassende Sammlung Moderner Kunst zusammen, z.B. Werke von Hans Arp, Max Beckmann, Pablo Picasso und Ernst Ludwig Kirchner. Ein Großteil stifteten die Sammler im Jahr 1976 an das Museum Ludwig in Köln. Ein weiteres Konvolut wurde 1986 im Rahmen der Gründung der Günther-Peill-Stiftung an das Leopold-Hoesch-Museum übergeeignet. 
Im Mittelpunkt stand das Werk von Ernst Wilhelm Nay (1902 Berlin–1968 Köln), mit dem beide über die Jahre hinweg eine enge Freundschaft pflegten. Die Arbeiten des Malers und Graphikers sind von zentraler Bedeutung für die Entwicklung der Kunst der Nachkriegszeit, was seine Beiträge zur documenta I, II und III zeigten. Die hier präsentierten Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle machen nicht zuletzt die Intensität der Auseinandersetzung von Günther und Carola Peill mit den künstlerischen Fragen ihrer Zeit deutlich.

Otto Piene. Lichtraum

Ausstellungsinformation

Dauerhafte Installation im Erdgeschoss des Peill-Forums.

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