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Aktuelle Ausstellungen

Karl Fred Dahmen. Das Prinzip Landschaft
24.9. – 26.11.2017

Karl Fred Dahmen (1917, Stolberg – 1981, Preinersdorf am Chiemsee) zählt zu den bedeutendsten Künstlern des deutschen Informel. Er ist bekannt als Maler, Grafiker und Objektkünstler mit einem umfassenden und vielseitigem OEuvre. Dahmen stellt schon früh mit den Künstlern der Neuen Aachener Gruppe und dem Jungen Westen aus. Er ist Mitbegründer der Düsseldorfer Künstlergruppe Gruppe 53 und hat in den 1950er Jahren gute Kontakte nach Paris. 1968 wird er zum ordentlichen Professor an der Akademie für Bildende Kunst in München ernannt. Dahmen hat zeitlebens das Sujet „Landschaftsmalerei“ hinterfragt und neu interpretiert.

Zum 100. Geburtstag des Künstlers zeigen das Museum Küppersmühle und das Leopold-Hoesch-Museum zwei umfangreiche Ausstellungen: In Duisburg liegt das Hauptaugenmerk auf der Entwicklung von den bekannten terrestrischen Bildern, über Montagebilder und Objektkästen bis hin zu seinen großen Galgenbildern, Tele-Landschaften und raumgreifenden Installationen (22.9.–5.11.2017, www.museum-kueppersmuehle.de).

In Düren liegt der Schwerpunkt auf dem grafischen Werk Dahmens. Die Arbeiten sind größtenteils in 1970er Jahren in seinem Atelier in Niederham im Chiemgau entstanden, wo er eine eigene Druckpresse hatte. Diese weniger bekannten Arbeiten reichen von informellen Kompositionen bis zu collageartigen Arbeiten, in denen der Künstler, ähnlich wie in den Objektkästen, Fundstücke aus seinem bäuerlichen und häuslichen Umfeld verarbeitet. Integriert wird ferner der hauseigene, umfangreiche Bestand an Arbeiten.

Die Ausstellung wird konzipiert von Ina Hesselmann, Kuratorin Duisburg, und Thomas Weber, Autor des Werkverzeichnisses (2003) / Galerie Boisserée, Köln, sowie dem VAN HAM Art Estate, Köln.

Im Wienand Verlag, Köln, erscheint ein Katalog.

Porträt Karl Fred Dahmen vor „Großes Galgenbild“, 1969, Courtesy Galerie Boisserée, Köln. Foto: Prof. Robert Häusser

Tom Früchtl. lowfidelity
24.9. – 26.11.2017

Der Dahlmann Preis wird im Zweijahres-Rhythmus von dem Hamburger Mediziner Prof. Dr. Nicolaus Dahlmann ausgelobt. Mit ihm sollen vielversprechende, junge Künstlerinnen und Künstler gefördert werden. Der Preis in Höhe von 5.000,00 € wird in diesem Jahr an den 1966 in München geborenen Künstler Tom Früchtl vergeben, der heute in Berlin lebt und arbeitet.  

Tom Früchtl schafft mittels Übermalungen sogenannte „Gemäldeobjekte“, eine Art von Trompes l’Oeil Malerei, die mit der Darstellung von Realität spielen. Seine Malerei imitiert Objekte, deren Farben und Strukturen so hypergenau sind, dass die malerischen Komponenten erst bei genauem Hingucken wahrnehmbar werden. Oft sind die Sujets alltägliche Fundstücke aus seinem Atelier oder vom Weg dorthin, die zu „Gemäldeobjekten“ werden und Fragen nach Wirklichkeit, Illusionismus und Wahrnehmung aufwerfen.

Tom Fruechtl, against # 1, 2017, 260 x 317, Öl auf Pappe

Tom Früchtl, against # 1, 2017, 260 x 317, Öl auf Pappe © VG Bild-Kunst Bonn, 2017

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