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Papiermuseum

Summer of Paper

10. Juli bis 28. August 2011

Aus Papier. Die Sammlung Schmidt-Bachem

Florian Baudrexel

Susanne Ristow

Jorinde Voigt und Ituri

Wolfgang Heuwinkel

Aktion Papierfabrik. Ein Projekt der Werkloge im Rahmen des Summer of Paper mit Claudia Kallscheuer, Philip Lorenz, Elisabeth Luchesi, Narumi Matsubayashi, Jutta Reich, Sarah Schiffer und Martin Spengler

Das Thema Papier bildet aufgrund der lokal stark ausgeprägten und regional verankerten Papierindustrie einen Programmschwerpunkt des Leopold-Hoesch-Museums & Papier-museums Düren.

In diesem Sommer wird die umfangreiche Sammlung von Objekten des papierver-arbeitenden Gewerbes, die der Dürener Wissenschaftler Dr. Heinz Schmidt-Bachem im Rahmen seiner langjährigen Forschungstätigkeit zusammengetragen hat, in einer repräsentativen Auswahl erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Gleichzeitig erscheint eine wissenschaftliche Publikation von Dr. Schmidt-Bachem im De Gruyter Verlag.

Diese Ausstellung wird flankiert durch installative Interventionen zeitgenössischer Künstler, die sich dezidiert mit dem Material Papier und Karton auseinandersetzen. Großformatige konstruktive Reliefs des Düsseldorfer Künstlers Florian Baudrexel werden ebenso gezeigt wie Kartografien der Berliner Künstlerin Jorinde Voigt, die ihre Arbeiten mit Ituri-Tüchern kombiniert. Ituri-Tücher stammen aus dem Kongo und werden aus Pflanzenfasern hergestellt, einem Werkstoff, der auch bei der Papierproduktion eine wichtige Rolle spielt. Ihre Ornamente und Muster stehen in enger formaler Beziehung zu den komplexen Verläufen der Kartografien von Jorinde Voigt. Susanne Ristow schließlich, ebenfalls aus Düsseldorf, befasst sich mit dem Phänomen des Palimpzests und überträgt dieses Prinzip der Überlagerung und Wiederverwertung auf die Analyse kultureller und ökonomischer Verschiebungen in einer globalisierten Gesellschaft.

Im Außenraum wird es eine Installation des Künstlers Wolfgang Heuwinkel geben, der Kiefern in Zellstoffblöcken wachsen lässt und so den Kreislauf der Materie veranschaulicht, die aus Natur gewonnen wird, zahlreiche Verarbeitungsschritte durchläuft und schließlich wieder zu Natur wird. Formal orientieren sich die Elemente der Installation am kubischen Neubau des Leopold-Hoesch-Museums und greifen Kriterien der neuen Platzgestaltung auf, die das Leopold-Hoesch-Museum mit dem benachbarten Papiermuseum Düren verbindet.

Das Papiermuseum Düren selbst wird als zentraler Ort der Werkloge, der Kunstvermittlung am Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren, für den Summer of Paper zu einer Aktionsplattform, bei der Künstler, Kunstvermittler und interessierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene in offenen Werkstattsituationen gemeinsam den kreativen Umgang mit dem Werkstoff Papier erproben und erfahren werden. Sowohl in integrierten Workshops als auch in komplett rekonstruierten Künstlerateliers wird das Publikum durch praktische Teilnahme an den Gestaltungsvorgängen in künstlerische Werkfindungsprozesse miteinbezogen.

Wolfgang Heuwinkel, Baumeinpflanzung in Zellstoff-Block, 2011

Wolfgang Heuwinkel, Installationsansicht auf dem Museumsumfeld "Baumeinpflanzung in Zellstoff-Block", 2011

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