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Apropos Papier:
Matthias Lahme
Portraits

25. März bis 13. Mai 2018
Eröffnung am Sonntag, 25. März 2018, 12 Uhr
Zur Eröffnung sprechen
Paul Larue, Bürgermeister der Stadt Düren und Vorsitzender des Vorstands des Museumsvereins Düren e.V.
Markus Mascher, M.A., Kurator Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren

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Claudia Kallscheuer
Clear and Cloudy
Kunstpreis des Kreises Düren 2017

25. März bis 10. Juni 2018
Die in Waiblingen geborene und in Düren lebende und arbeitende Künstlerin Claudia Kall-scheuer erhielt im Jahr 2017 den aktuellen Kunstpreis des Kreises Düren. Diese im Zweijahresrhythmus vergebene Auszeichnung ehrt die Preisträgerin für ein substanzielles Werk, das über Jahre hinweg entwickelt wird und eine eigenständige künstlerische Position in der Gegenwartskunst einnimmt.
Aus diesem Anlass widmet das Leopold-Hoesch-Museum der Künstlerin eine repräsentative Werkschau, in der zentrale Arbeiten ihres bisherigen Schaffens mit neuen Arbeiten vereint werden.
Claudia Kallscheuer schafft Kunstwerke, deren maßgebliche Eigenschaften das Textile und ihre Verarbeitungsformen sind: Stoffe und Gewebe, Verknüpfungen und Verknotungen, Nähen und Besticken, Bekleben und Beschriften. So entstehen Bilder, Objekte und Installationen von ganz eigener Poesie und Ausdruckskraft. Ihre materielle Anmutung und ihre intensive farbliche Wirkung bewegen sich zwischen der Präsenz bildlicher Fragmente, wie etwa in den Safety Card-Leinwänden, und der subtilen Manifestation vergänglicher Phänomene, wie es beispielsweise bei den Wetterberichten der Fall ist. Ausgehend von Themen und Gegenständen, denen man im Alltag beiläufig begegnet, die im Zweifelsfall aber durchaus von existenzieller Bedeutung sein können, transformiert Claudia Kallscheuer deren ästhetisches Potenzial in fragile Bildwerke. Der Kombination von visueller Kommunikation in Bild und Schrift kommt dabei eine wesentliche Rolle zu, so dass sich neben einer tatsächlichen Lesbarkeit im herkömmlichen Sinne auch eine Deutung auf transzendenter Ebene ergibt. Der Aspekt des Prozessualen, den Claudia Kallscheuer durch ihre Werke in die Wahrnehmung und Gestaltung von Wirklichkeit einführt, eröffnet dem Betrachter die Gelegenheit, individuelle Erfahrungen mit den künstlerischen Setzungen zu assoziieren, die Claudia Kallscheuer auf introspektive wie expansive Weise in ihren Arbeiten vornimmt.
Im Rahmen der Ausstellung besteht die Möglichkeit zur Ausstellungsbegehung mit der Künstlerin, bei der Claudia Kallscheuer einführt in die universelle Kulturtechnik des Nähens. Buchungen über Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren, Jeannine Bruno, 02421 – 252594, j.bruno@dueren.de
Ein Künstlerbuch von Claudia Kallscheuer erscheint während der Ausstellung.
Die Ausstellung wird über den Kreis Düren großzügig unterstützt von der Sparkasse Düren.

Claudia Kallscheuer: "wollen sie mit mir tanzen II"

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Beyond the Box. Sammlung Dohmen
3.12.2017 – 11.3.2018

Die Ausstellung „Beyond the Box. Sammlung Dohmen“ zeigt erstmals umfangreich die Pri-vatsammlung aus Aachen. Es handelt sich um Installationen, Skulpturen und Bilder aus Me-xiko, Cuba und indianischer Herkunft sowie aus Westafrika, Israel, Bulgarien, Rußland, Süd-korea und Japan, ergänzt durch individuelle eher ungewöhnliche Arbeiten aus den USA und Europa. Diese Positionen sprengen zum Zeitpunkt des Ankaufs und teils bis heute Konven-tionen und herkömmliches Denken in der Betrachtung und Beurteilung zeitgenössischer Kunst. Die Sammlung vereinigt vorrangig Positionen aus Ländern, die noch bis vor gut 15 Jahren nicht zum Kontext „westlicher“ Rezeption gehörten. Diese „westliche“ Sichtweise auf Kunst jenseits des „geopolitischen“ Westens änderte sich entscheidend mit der von Okwui Enwezor geleiteten documenta11. Bis dato wurde Kunst z.B. indianischen oder afrikanischen Ursprungs als indigen bzw. ethnologisch eingestuft und im entsprechenden Kontext gezeigt.

So schaffen der afroamerikanische Rodney McMillian (*1969, Columbia, South Carolina) und der aus Detroit stammende Michael E. Smith (*1977, Detroit, Michigan) Arbeiten aus weg-geworfenen, gefunden Objekten, aus Müll oder Relikten der Natur. Die Vergänglichkeit unse-res Lebens und unserer Industrieproduktion werden zur Ästhetik des Verfalls, der Untergang der einst so mächtigen Automobilstadt Detroit ist spürbar.

Ganz anders bei der Südkoreanerin Haegue Yang (*1971, Seoul). Sie erhebt noch benutzba-re, nicht zerfallene Industrieprodukte zu ästhetischen Objekten und Kunstinstallationen. Während die Mexikanerin Mariana Castillo Deball (*1975, Mexico City) ihre Arbeiten oft aus wissenschaftlichem und ethnologischem Gedankengut entwickelt, benutzt die Schwedin Nina Canell (*1979, Växjö) meist naturwissenschaftliche Ansätze für ihre fragilen Installationen. 

Mel Chin (*1951, Houston, Texas) schafft Kunst aus naturwissenschaftlichem und soziologi-schem Kontext, aus asiatischer und westlicher Sicht.

Rolanda Teicher-Yekutiel (*1957, Bukarest) ist vertreten durch Zeichnungen oft leerer Räu-me, entstanden im Kibutz und erschütternd gefüllt von der dunklen Vergangenheit des jüdi-schen Volkes im „Dritten Reich“. Von dem in Cuba geboren Diango Hernández (*1970, Sancti Spiritus) sind Zeichnungen zu sehen, die er als 33-jähriger auf der Flucht nach Europa in seinem Gepäck hatte. Jimmie Durham (*1940, Washington, Arkansas), indianischer Herkunft und ausgezeichnet mit dem Kaiserring der Stadt Goslar, ist vertreten neben William Anastasi (*1933, Philadelphia, Pennsylvania), New York, dem Altmeister der Minimalart, mit seinen nach dem Zufallsprinzip entstanden Arbeiten. Frühere Werke des Belgiers Wim Delvoye (*1965, Wervik) sind neben ganz neuen dekonstruktivistisch fotorealistischen Architektur- und Landschaftszeichnungen aus Tusche und Bleistift des Japaners Hiroki Tsukuda (*1978, Kagawa) zu sehen.

Georges Adéagbo, (*1942, Cotonou, Benin), zeigt themenbezogene Assoziationsfelder mit Bezügen aus seiner Heimat und unserer Welt. Diese Positionen werden ergänzt durch Arbei-ten des Bulgaren Plamen Dejanoff (*1970, Sofia), der 28-jährigen Serbin Nora Turato 1991 in Zagreb (Kroatien) und dem Russen Pavel Pepperstein (*1966, Moskau), der sein Land auf der Biennale in Venedig vertrat.

Dr. med. W. Dohmen, Arzt und Sammler, ist seit 1988 Vorstandsvorsitzender des Neuen Aachener Kunstvereins. Neben dem Aufbau seiner Sammlung engagiert er sich für das in-terkulturelle Projekt „No es arte“, das die Rückführung von Goldarbeiten der Tairona, die während der Kolonialisierung Südamerikas aus heiligen Städten gestohlenen wurden, unter-stützt. 

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Eröffnung "Beyond the Box. Sammlung Dohmen". Foto: Peter Hinschläger

Saâdane Afif. Ici. / Là-bas.
13.10.2017 – 22.04.2018


In seiner konzeptuellen multimedialen Arbeit „Ici.“ reflektiert der Günther-Peill-Preisträger 2014 Saâdane Afif (*1970, Vendôme) die zeitgenössische Bedeutung von „Hier“ und „Dort“. Zwei identische Modelle der Dürener Gleislampen mit Lautsprecher, synchroner Ansage und bahnhofstypischer Beschilderung markieren zeitgleich im Leopold-Hoesch-Museum in Düren („Ici.“) und in La Panacée bzw. in Wiels („Là-bas.“) die bestimmte und unbestimmte Ortsspezifik des Dürener Bahnhofs.

Der zweite Teil des Projektes „Là-bas.“ ist bis 14.1.2018 in La Panacée, Centre d’Art Contemporain, in Montpellier zu sehen. Vom 1.2.2018 – 22.4.2018 wird „Là-bas.“ in WIELS, Centre d'Art Contemporain, Brüssel präsentiert. 

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Saâdane Afif, Ici, 2016, Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren. Foto: Peter Hinschläger

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