Über uns
Info
Ausstellungen
Kalender
Werkloge
Presse
Shop / Cafe
Papiermuseum

Preisträger 2012 und Stipendiaten 2012 - 2014 der Günther-Peill-Stiftung

Düren, den 12.10.12

Düren. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis der Günther-Peill-Stifung geht in diesem Jahr an den in Berlin lebenden Künstler Saâdane Afif. Für die zweijährigen Förderstipendien der Günther-Peill-Stiftung über je insgesamt 18.000 Euro wurden die beiden Künstler Vaast Colson und Andreas Fischer aus einer Reihe vielversprechender Positionen gewählt. Die Stiftung würdigt alle drei Künstler über die finanzielle Förderung hinaus mit einer Ausstellung im Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren im Herbst 2014. Die beiden Stipendiaten werden zusätzlich mit einer Begleitpublikation gefördert.

Die Stiftung wurde von Carola Peill 1986 zu Ehren ihres Mannes Günther Peill gegründet, um die Sammlung der Stiftung zu erhalten und junge Künstler zu fördern. Seit 1987 vergibt die Günther-Peill-Stiftung Stipendien und seit 1996 den Peill-Preis und tritt seitdem als Förderer aktueller künstlerischer Positionen auf.
Das Auswahlverfahren der Stipendiaten 2012 - 2014 und des Preisträgers 2012 fand aus Vorschlägen internationaler Kuratoren statt und wurde vom Vorstand der Stiftung und dem Gastjuror Joost Declercq (Museum Dhondt-Dhaenens, Deurle, Belgien) im Juni 2012 abgehalten.

Saâdane Afif erhält den Peill-Preis 2012

Der 1970 in Vendôme, Loir-et-Cher geborene Künstler Saâdane Afif verwebt Musik, Sprache und Kunstgeschichte auf reflexive und komplexe Art und Weise mit anderen Medien zu konzeptuellen Kompositionen. In den unterschiedlichsten Medien, Aufführungen und räumlichen Installationen präsentieren sich seine Arbeiten dabei oftmals als Werk mehrerer Autoren und als Ergebnisse lebendiger Prozesse. Denn mit vielfach ineinandergreifenden Bezügen initiiert Saâdane Afif beim Betrachter eine intellektuelle Auseinandersetzung von ironischer bis poetischer Natur.
Internationale Bekanntheit erlangte der Künstler durch seinen Beitrag "The Fairytale Recordings" zur documenta 12 im Jahr 2007, wo er dreizehn schwarze Gitarren und Verstärker im Raum arrangierte, die computergesteuert Texte in Musik umwandelten. Einen ähnlich künstlerischen Ansatz verfolgte Saâdane Afif 2011 mit "The Fairytale Recordings". In diesem ephemeren Werk ließ er Gedichte befreundeter Künstler von der Opernsängerin Katharina Schrade singen, um den vergänglichen Gesang im Anschluss in eigens gefertigte Porzellanvasen für die Ewigkeit zu bannen.

Die Peill-Förderstipendien 2012 - 2014 gehen an Vaast Colson und Andreas Fischer

Die Arbeiten des belgischen Konzeptkünstlers Vaast Colson (*1977, Kapellen, Belgien) äußern sich in Form von kunst- und kulturkritischen Aktionen und sozialanalytischen Performances. Häufig auf den ersten Blick banal wirkend, sind seine humoristischen Interventionen Auseinandersetzungen mit der Rolle des Künstlers, den Wirkstrukturen und Mechanismen von Kunst, sowie deren soziale Relevanz.

Der in Düsseldorf lebende Bildhauer Andreas Fischer (*1972, München) baut aus vorgefundenen ausrangierten Haushalts- und Elektrogeräten kinetische Objekte und skurrile Maschinen. Dank selbstinstallierter Mechanik erwachen seine Apparaturen über einen monatelangen Schaffensprozess zum Leben und äußern sich durch eingesprochene Textfragmente oder angebrachte Schriften zum Beispiel über ihre fiktive Gedanken- und Gefühlswelt. Die mechanischen Objekte zeigen dabei stets die intensive Auseinandersetzung Fischers mit seiner Umwelt, mit der zeitgenössischen Rolle von Skulptur, der Fähigkeit des Scheiterns und der utopischen Möglichkeiten der Kunst.

 

« zurück zu: Aktuelle Pressemeldungen

 Drucken © Stadt Düren