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Preisträger der Günther-Peill-Stiftung 2016:
Kai Althoff

Stipendiaten der Günter-Peill-Stiftung 2016 – 2018:
Paul Sochacki und Raphaela Vogel

Der mit 20.000 € dotierte Preis der Günther-Peill-Stiftung geht in diesem Jahr an den Künstler Kai Althoff.

Für die zweijährigen Förderstipendien der Günther-Peill-Stiftung über je insgesamt 18.000 € wurden der Künstler Paul Sochacki und die Künstlerin Raphaela Vogel aus einer Reihe vielversprechender Positionen gewählt.

Die Stiftung würdigt alle drei Künstler über die finanzielle Förderung hinaus mit einer Ausstellung im Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren im Herbst 2018. Die beiden Stipendiaten werden zusätzlich mit einer Begleitpublikation gefördert.

Das Auswahlverfahren der Stipendiaten 2016 – 2018 und der Preisträgerin 2016 fand auf der Basis von Vorschlägen internationaler Kuratoren statt und wurde vom Vorstand der Stiftung, bestehend aus Dr. Eberhard Peill, Dr. Renate Goldmann und Aurel Scheibler sowie dem Gastjuror Dr. Matthias Mühling (Direktor Städtische Galerie im Lenbachhaus, München) im Mai 2016 abgehalten.

Die Günther-Peill-Stiftung wurde von Carola Peill 1986 zu Ehren ihres Mannes Günther Peill gegründet, um junge Künstler zu fördern. Seit 1987 vergibt die Günther-Peill-Stiftung zweijährige Stipendien und seit 1996 den hochdotierten Peill-Preis. Es ist der Stiftung ein besonderes Anliegen, sowohl anerkannte als auch junge zeitgenössische Positionen zu unterstützen und zu würdigen.

Kai Althoff erhält den Peill-Preis 2016
Kai Althoff (*1966 in Köln) lebt und arbeitet in Köln.
Kai Althoff hat seit den späten 1980er Jahren ein komplexes Werk geschaffen, das neben Malerei und Skulptur auch Film und Musik umfasst. Althoffs Arbeiten entziehen sich einfachen Kategorisierungen und nehmen in Form installativer Settings häufig den Charakter von Gesamtkunstwerken an. Parallel zu seinen in Kooperation mit befreundeten Künstlern, Musikern und Filmern entstehenden Werken schafft der Künstler figurative, wie aus der Zeit gefallene Gemälde. Die eigenwillig stilisierten, entrückt wirkenden Bilder weisen Anklänge an Romantik, Jugendstil und andere Strömungen auf. Sie führen die Betrachter in Gegenwelten von hoher ästhetischer Raffinesse, in denen die Kunst in einen kritischen Diskurs überführt wird.

Kai Althoffs Arbeiten waren unter anderem in Einzelausstellungen in Focal Point Gallery, Southend-on-Sea (2011), der Vancouver Art Gallery (2008), der Kunsthalle Zürich (2007) und dem Museum of Contemporary Art, Chicago sowie dem Institute of Contemporary Art, Boston (beide 2004) zu sehen. Für dieses Jahr ist eine Soloausstellung im Museum of Modern Art, New York geplant.

Arbeiten von Kai Althoff wurden in zahlreichen Gruppenausstellungen präsentiert, zuletzt u.a. in der Kunsthalle Düsseldorf („Avatar und Atavismus“, 2015), im Museum Brandhorst in München („Painting 2.0: Expression in the Information Age“, 2015) und auf der Whitney Biennale 2012 in New York. Im selben Jahr war er auch mit einer Arbeit im Leopold-Hoesch-Museum Düren in der Ausstellung „Slg. Otto Nachf. – Werkräume von Kai Althoff bis Thomas Zipp“ vertreten.

Die Peill-Förderstipendien 2016 – 2018 gehen an Paul Sochacki und Raphaela Vogel

Paul Sochacki (*1983 Krakau, Polen) lebt in Berlin und arbeitet in erster Linie im traditionellen Medium der Malerei. Er schafft figurative Szenerien auf Leinwand, die häufig von tierischen Protagonisten bevölkert werden und durch einen hintersinnigen Bildwitz gekennzeichnet sind. Wiederholt bedient er sich auch der Performance, um die Gegebenheiten und Rituale des Kunstbetriebs kritisch zu reflektieren – eine Thematik, die ebenfalls immer wieder in seinen Gemälde verhandelt wird.

Jüngst waren Arbeiten von Paul Sochacki bei Exile, Berlin (2015), im Künstlerhaus Lauenburg (2014) und in der Galerie Dorothea Schlueter, Hamburg (2013) zu sehen. Geplant sind für 2016 Einzelausstellungen im fAN Kunstverein, Wien und in der Galleria Acapella, Neapel.

Künstlerischen Beiträge zeigte Sochacki im Rahmen von Gruppenausstellungen unter anderem bei District, Berlin (2013) oder im Kunsthaus Hamburg (2011).

Raphaela Vogel (*1988 in Nürnberg) lebt und arbeitet derzeit in Amsterdam.
In raumgreifenden Videoinstallationen, die dokumentierte Performances und skulpturale Elemente miteinander verschmelzen, lotet sie die Beziehung von Körper und digitalen Technologien aus. Die soundunterlegten Videos, die teils unter Einsatz von Drohnen gedreht wurden und in denen die Künstlerin selbst agiert, bestechen durch ungewohnte Perspektiven. Ihre Skulpturen und Installationen verbinden organische und künstliche Materialien und sind durch einen Verfallsaspekt charakterisiert, der der cleanen Ästhetik des Ausstellungsraumes zuwiderläuft.

Die Werke von Raphaela Vogel waren zuletzt in Einzelausstellungen in der BQ Galerie in Berlin (2016) und im Bonner Kunstverein (2015) zu sehen. Im September dieses Jahres wird sie ihre Arbeiten in einer Soloschau in der Motorenhalle Dresden präsentieren. In den vergangenen Jahren war sie in mehreren Gruppenausstellungen vertreten, so u.a. im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden (2015), dem Museum für Moderne Kunst, Frankfurt (2014) und der Bundeskunsthalle, Bonn (2013).

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