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Architektur

fassade

Fassade. Foto: Peter Hinschläger

Mit dem Bau des Leopold-Hoesch-Museums wurde der Aachener Architekt Georg Frentzen (1854 – 1923) beauftragt, der als Vertreter des Historismus große Bekanntheit erlangte. Für das 1905 eröffnete Haus ging er die stilistische Symbiose von Barock und Jugendstil ein, wie sich beispielsweise an den aufwändig verzierten Marmorsäulen des Entrees und der ornamentalen Fensterrahmung zeigt. Während des Zweiten Weltkriegs wurde es zwar bis auf den Eingangsbereich stark zerstört, konnte jedoch originalgetreu saniert werden.
Von Beginn an konzipierte Frentzen das Museum als einen Erweiterungsbau, um den sich im Laufe der Jahrzehnte verändernden Anforderungen an seine Sammlungs- und Ausstellungstätigkeit gerecht zu werden. In den 1980er Jahren griff man diese Idee im Kreis des Museums und der Peill-Stiftung wieder auf und konnte Professor Peter Kulka für die Planung gewinnen – zwischen 2006 und 2010 wurde der Bau realisiert.

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Lichtfuge. Foto: Peter Hinschläger

An der Rückseite des Traditionshauses schließt sich nun ein großzügiger Kubus an, zu dessen prachtvoller Gestalt den funktionalistischen Kontrapunkt setzend. Der historischen Sandsteinfassade folgt nun eine durch helle Ziegel strukturierte Fläche, rekurrierend auf die Klinkeroptik der nahen Stadtmauer und der Annakirche von Rudolf Schwarz (1954 – 1956). Lichtfugen markieren den Übergang zwischen Alt- und Neubau und erweitern sich zu Lichthöfen.
Die Ausstellungsfläche wurde auf 1.700 qm erhöht und bietet den angemessenen Rahmen, um bestehende Sammlungen wie auch zeitgenössische Positionen zu zeigen. Die architektonischen Gegebenheiten gewähren der Kunst den Raum, den sie benötigt, um nachhaltig zu wirken.     

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Peill-Forum, Peter Kulka. Foto: Peter Hinschläger

Die Kosten für Erweiterung und Sanierung des Traditionshauses trugen das Land Nordrhein-Westfalen, die Günther-Peill-Stiftung sowie die Stadt Düren. So sind adäquate Bedingungen geschaffen, sowohl die bestehenden Sammlungen als auch zeitgenössische Kunstpositionen zu präsentieren. Die großzügige Architektur erwirkt neue räumliche Erfahrungen und gibt der Kunst den notwendigen Platz, um Spuren zu hinterlassen.

 Drucken © Stadt Düren