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Aktuelle Ausstellungen

Beyond the Box. Sammlung Dohmen
3.12.2017 – 11.3.2018

Die Ausstellung „Beyond the Box. Sammlung Dohmen“ zeigt erstmals umfangreich die Pri-vatsammlung aus Aachen. Es handelt sich um Installationen, Skulpturen und Bilder aus Me-xiko, Cuba und indianischer Herkunft sowie aus Westafrika, Israel, Bulgarien, Rußland, Süd-korea und Japan, ergänzt durch individuelle eher ungewöhnliche Arbeiten aus den USA und Europa. Diese Positionen sprengen zum Zeitpunkt des Ankaufs und teils bis heute Konven-tionen und herkömmliches Denken in der Betrachtung und Beurteilung zeitgenössischer Kunst. Die Sammlung vereinigt vorrangig Positionen aus Ländern, die noch bis vor gut 15 Jahren nicht zum Kontext „westlicher“ Rezeption gehörten. Diese „westliche“ Sichtweise auf Kunst jenseits des „geopolitischen“ Westens änderte sich entscheidend mit der von Okwui Enwezor geleiteten documenta11. Bis dato wurde Kunst z.B. indianischen oder afrikanischen Ursprungs als indigen bzw. ethnologisch eingestuft und im entsprechenden Kontext gezeigt.

So schaffen der afroamerikanische Rodney McMillian (*1969, Columbia, South Carolina) und der aus Detroit stammende Michael E. Smith (*1977, Detroit, Michigan) Arbeiten aus weg-geworfenen, gefunden Objekten, aus Müll oder Relikten der Natur. Die Vergänglichkeit unse-res Lebens und unserer Industrieproduktion werden zur Ästhetik des Verfalls, der Untergang der einst so mächtigen Automobilstadt Detroit ist spürbar.

Ganz anders bei der Südkoreanerin Haegue Yang (*1971, Seoul). Sie erhebt noch benutzba-re, nicht zerfallene Industrieprodukte zu ästhetischen Objekten und Kunstinstallationen. Während die Mexikanerin Mariana Castillo Deball (*1975, Mexico City) ihre Arbeiten oft aus wissenschaftlichem und ethnologischem Gedankengut entwickelt, benutzt die Schwedin Nina Canell (*1979, Växjö) meist naturwissenschaftliche Ansätze für ihre fragilen Installationen. 

Mel Chin (*1951, Houston, Texas) schafft Kunst aus naturwissenschaftlichem und soziologi-schem Kontext, aus asiatischer und westlicher Sicht.

Rolanda Teicher-Yekutiel (*1957, Bukarest) ist vertreten durch Zeichnungen oft leerer Räu-me, entstanden im Kibutz und erschütternd gefüllt von der dunklen Vergangenheit des jüdi-schen Volkes im „Dritten Reich“. Von dem in Cuba geboren Diango Hernández (*1970, Sancti Spiritus) sind Zeichnungen zu sehen, die er als 33-jähriger auf der Flucht nach Europa in seinem Gepäck hatte. Jimmie Durham (*1940, Washington, Arkansas), indianischer Herkunft und ausgezeichnet mit dem Kaiserring der Stadt Goslar, ist vertreten neben William Anastasi (*1933, Philadelphia, Pennsylvania), New York, dem Altmeister der Minimalart, mit seinen nach dem Zufallsprinzip entstanden Arbeiten. Frühere Werke des Belgiers Wim Delvoye (*1965, Wervik) sind neben ganz neuen dekonstruktivistisch fotorealistischen Architektur- und Landschaftszeichnungen aus Tusche und Bleistift des Japaners Hiroki Tsukuda (*1978, Kagawa) zu sehen.

Georges Adéagbo, (*1942, Cotonou, Benin), zeigt themenbezogene Assoziationsfelder mit Bezügen aus seiner Heimat und unserer Welt. Diese Positionen werden ergänzt durch Arbei-ten des Bulgaren Plamen Dejanoff (*1970, Sofia), der 28-jährigen Serbin Nora Turato 1991 in Zagreb (Kroatien) und dem Russen Pavel Pepperstein (*1966, Moskau), der sein Land auf der Biennale in Venedig vertrat.

Dr. med. W. Dohmen, Arzt und Sammler, ist seit 1988 Vorstandsvorsitzender des Neuen Aachener Kunstvereins. Neben dem Aufbau seiner Sammlung engagiert er sich für das in-terkulturelle Projekt „No es arte“, das die Rückführung von Goldarbeiten der Tairona, die während der Kolonialisierung Südamerikas aus heiligen Städten gestohlenen wurden, unter-stützt. 

Eröffnung "Beyond the Box. Sammlung Dohmen". Foto: Peter Hinschläger

Hoesch Talents 2017 – Eine Ausstellung des Werkloge
3.12.2017 – 11.3.2018

Die Werkloge, Raum für Kunstvermittlung, präsentiert Projekte und Arbeiten von Kindern und Jugendlichen aus Workshops des Leopold-Hoesch-Museums sowie in Kooperation mit städtischen und regionalen Partnern. So wurde ein Konzept in Zusammenarbeit mit der Bildhauerin Friederike Gross-Koschinski und über 90 SchülerInnen der Gesamtschule Niederzier/Merzenich entwickelt. Entstanden sind an die 100 künstlerische Objekte, die die Annäherung an die „Begegnung mit dem fremden Ich“ dokumentieren.

Außerdem werden Werke von Jugendlichen zu „Niki de Saint Phalle und das Theater“ aus dem Workshop „Liebe im Gepäck“ gezeigt, der im Rahmen des Kulturrucksack NRW Düren 2017 stattgefunden hat.

Auch dieses Jahr freuen wir uns wieder Werke eines inklusiven Workshops „Treffpunkt Niki“ der LVR-Klinik Düren, auszustellen. Die Künstlerin Claudia Kallscheuer, die in diesem

Jahr den Kunstpreis des Kreises Düren erhalten hat, hat Menschen mit und ohne Psychiatrie-Erfahrung eingeladen, mit ihr im Atelier des werkHAUS 5 zu Niki de Saint Phalle zu arbeiten.

In Kooperation mit der Hospizbewegung Düren-Jülich e.V. richtet die Werkloge einen sensiblen Blick auf die Arbeiten von Kindern im Grundschulalter, die am Projekt „Hospiz macht Schule“ teilgenommen haben, um sich mit Themen wie Leid, Schmerz, Krankheit, Tod und Trauer auseinanderzusetzen.

Traditionell zeigen auch dieses Jahr wieder Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 16 Jahren der „Malspezialisten“ ihre Highlights aus dem Jahr 2017.

Eröffnung "Hoesch Talents 2017 – Eine Ausstellung des Werkloge". Foto: Peter Hinschläger

Jahresgaben Museumsverein Düren 2017
3.12.2017 – 11.3.2018


Das Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren blickt auf ein erfolgreiches und vielseitiges Ausstellungsjahr 2017 zurück. Mit den Jahresgaben erhalten die Mitglieder des Museumsverein Düren e.V. exklusiv die Möglichkeit, ausgewählte Arbeiten der Künstler zu erwerben, welche im Jahr durch Projekte und Ausstellungen, Künstlergespräche und Atelierbesuche eng mit dem Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren und dem Museumsverein Düren e.V. verbunden gewesen sind. Der Erlös kommt den Ausstellungen und dem Rahmenprogramm der Museen zu Gute. Einen Überblick der vorhandenen Jahresgaben erhalten Sie auf der Website des Museums.

Saâdane Afif. Ici. / Là-bas.
13.10.2017 – 22.04.2018


In seiner konzeptuellen multimedialen Arbeit „Ici.“ reflektiert der Günther-Peill-Preisträger 2014 Saâdane Afif (*1970, Vendôme) die zeitgenössische Bedeutung von „Hier“ und „Dort“. Zwei identische Modelle der Dürener Gleislampen mit Lautsprecher, synchroner Ansage und bahnhofstypischer Beschilderung markieren zeitgleich im Leopold-Hoesch-Museum in Düren („Ici.“) und in La Panacée bzw. in Wiels („Là-bas.“) die bestimmte und unbestimmte Ortsspezifik des Dürener Bahnhofs.

Der zweite Teil des Projektes „Là-bas.“ ist bis 14.1.2018 in La Panacée, Centre d’Art Contemporain, in Montpellier zu sehen. Vom 1.2.2018 – 22.4.2018 wird „Là-bas.“ in WIELS, Centre d'Art Contemporain, Brüssel präsentiert. 

Saâdane Afif, Ici, 2016, Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren. Foto: Peter Hinschläger

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