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Peill-Stipendiat 2008 - 2010 Sven Johne

Die Günther-Peil-Stiftung vergab von 2008 bis 2010 ein Stipendium an Sven Johne (*1976), ausgestattet mit 750 € monatlich. Zudem stiftet sie die finanziellen Mittel für eine anschließend stattfindende Ausstellung sowie einen Katalog. So zeigt Sven Johne unter dem Titel „Winter/Badende“ Filme wie „Wissower Klinken“ und „Tears of the Eyewitness“ und Fotoserien wie „Badende", „Vinta“ und „Winterbilder 1945-1990“. Seine künstlerische Praxis zeichnet sich durch den ihr eigenen dokumentarischen Charakter aus. Dabei geht Sven Johne akribisch Informationen nach, die er aus der medialen Berichterstattungen sammelt. Das vorgefundene Material wird durch den künstlerischen Eingriff verändert, dabei überlagern sich Wirklichkeit und Fälschung und es entstehen Fragen nach dem Beweischarakter des Dargestellten. Der konzeptuelle Ansatz Johnes liegt in den Geschichten, die von bereits existierendem Material ausgehen und deren Inhalt er in Serien und aufeinander Bezug nehmenden Bildern erzählt. Es entstehen Fotografien, Filme und Texte, deren Kombination und Zusammenstellung den Betrachter im Unklaren über deren Wahrheitscharakter lassen und zum Weiterdenken anregen.

Peill-Stipendiat 2008 - 2010 Michael Sailstorfer

Wie auch Sven Johne erhielt Michael Sailstorfer (*1979) ein zweijähriges Stipendium der Günther-Peill-Stiftung, verbunden mit der Finanzierung einer Ausstellung und eines Katalogs. Seine eigens für das Leopold-Hoesch-Museum entstandene multimediale Arbeit „Schwarzwald“ setzt sich aus einem schwarz gefärbten Waldstück, welches mit einer Überwachungskamera aufgenommen und live auf einen Monitor in den Ausstellungsraum und ins Internet übertragen wird, zusammen. Es entsteht eine gänzlich irreale und abstrakte Atmosphäre, die durch das Fehlen einer Ortsangabe verschärft wird. Die Installation durchkreuzt die Sehgewohnheiten des Besuchers durch die unnatürliche Farbe des Waldes und den Gegenstand des Gezeigten selbst. Protagonist der Darstellung ist ein Waldstück, das trotz des Eingriffes des Künstlers dem stetigen Wandel unterworfen ist.

Bild aus der Ausstellung "Schwarzwald" von Michael Sailstorfer, das vom 27. Juni bis zum 15. August 2010 ins Internet und Leopold-Hoesch-Museum übertragen wurde.

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