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Dialog über Grenzen. Die Sammlung Riese

4. Dezember 2011 - 19. Februar 2012

Mit „Dialog über Grenzen“ führen das Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren ihre Kooperation mit internationalen Projektpartnern fort und stellen erneut eine exponierte Sammlerpersönlichkeit – den ehemaligen FAZ- und ARD-Journalisten Hans-Peter Riese (*1941 in Enger) – vor. Als erste Station in Deutschland zeigen sie nun eine repräsentative Auswahl seiner umfangreichen Sammlung, die insbesondere konzeptuelle und konstruktive Positionen aus Osteuropa enthält, ideal ergänzt durch Arbeiten westlicher Künstler. Hierin offenbart sich einmal mehr der starke Einfluss durch Rieses Korrespondententätigkeit u. a. in Prag (1969 – 1973), Bonn (1974 – 1985), Moskau (1985 – 1991) und Washington (1999 – 2005), die ihn zugleich als Mittler zwischen den politischen Systemen ausweist – indes die ästhetischen Analogien über die ideologischen Grenzen hinweg gemeinsame kulturelle Wurzeln markieren.
Ausgehend von Rieses grundlegender Beschäftigung mit der russischen Avantgarde – El Lissitzky, Kasimir Malewitsch, Pavel Mansouroff u. a., die wegen ihrer visionären Formenauffassung von stalinistischen Funktionären abgestraft wurden, schlägt er den kunsthistorischen Bogen zu tschechoslowakischen und sowjetischen Dissidenten wie Jiří Kolář, Jan Kubíček oder Eduard Steinberg, die sich während des Kalten Krieges mittels Informel, Lettrismus und Abstraktion dem Sozialistischen Realismus verwehrten. Später wurden selbst ihre gegenständlichen Positionen, die ebenfalls in der Sammlung vertreten sind, von der Nomenklatura als Kritik am Gesellschaftssystem begriffen. In Riese fanden die Künstler einen loyalen Freund und engagierten Fürsprecher ihrer Arbeit im westlichen Kulturbetrieb.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Wienand Verlag, Köln.

Installationsansicht

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