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Niki de Saint Phalle und das Theater – At Last I Found the Treasure
(2.4. – 2.7.2017)

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Eröffnung der Ausstellung "Niki de Saint Phalle und das Theater". Foto: Peter Hinschläger

Eröffnung der Ausstellung "Niki de Saint Phalle und das Theater". Foto: Peter Hinschläger

Die Ausstellung „Niki de Saint Phalle und das Theater – At Last I Found the Treasure“ zeigt zum ersten Mal, wie fasziniert die Künstlerin vom Theater war und welche Wende ihr Werk dadurch nahm. Bislang blieb unerkannt, welche Rolle das Theater für Niki de Saint Phalles (1930, Neuilly-sur- Seine – 2002, San Diego) Kunst nach 1968 hatte. Diese Art der Zusammensetzung ihrer Arbeiten eröffnet letztlich eine neue Perspektive auf das Gesamtwerk und insbesondere auf den großen Zyklus, den sie zum Thema Liebe entwickelte. Gemeinsam hatte de Saint Phalle mit den Kunstschaffenden der New Yorker Avantgarde, den Nouveaux- Réalistes in Paris und den Theaterpionieren in Kassel in den 1960er-Jahren den Wunsch, der Kunst mannigfaltige Möglichkeiten zu geben. 1966, nachdem die Künstlerin mit einer begehbaren, liegenden und bunt bemalten Frauenfigur im Moderna Museet in Stockholm ihr erstes Großprojekt schuf, wurde sie vom Theaterregisseur Rainer von Diez nach Kassel eingeladen, um Bühnenbild und Kostüme für seine Inszenierung der Lysistrata von Aristophanes am Staatstheater zu entwerfen. Schnell identifizierte sich Niki de Saint Phalle mit dem Stück, in dem sich Frauen aus ganz Griechenland gegen ihre Männer und den Krieg verschwören. Die Künstlerin lernte das Theater auch als Ort der aktiven Beteiligung des Publikums schätzen und begann ein eigenes Theaterstück namens ICH zu schreiben, das dann 1968 anlässlich der documenta 4 in Kassel in Zusammenarbeit mit Rainer von Diez uraufgeführt wurde. Mit der Inszenierung des humorvollen, erotischen, aber auch grausamen Stücks wurde beabsichtigt, Fantasie und Kritik des Publikums  gleichermaßen anzuregen. Niki de Saint Phalle entfaltete ihre Kreativität in den optischen und bildnerischen Formen wie auch in den Sprach- und Bewegungsabläufen. Kaskadenhaft – bunt und auch schrill – breiteten sich die verschiedenen Beiträge in Farben, Formen und Tönen auf der Bühne aus. Mit ihrem Stück ICH gelang es Niki de Saint Phalle, Kunst und Theater zu durchdringen.

In Kooperation mit der Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim und der Kunstsammlung Jena.

Das umfangreiche Ausstellungsprojekt entsteht in enger Zusammenarbeit mit der Niki Charitable Art Foundation in Santee, Kalifornien, USA.

 

Zur Ausstellung ist ein Katalog in dt/engl. im Kehrer Verlag erschienen.

Ausstellungsansicht „Niki de Saint Phalle und das Theater – At Last I Found the Treasure” © Niki Charitable Art Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2017. Foto: Peter Hinschläger

Ausstellungsansicht „Niki de Saint Phalle und das Theater – At Last I Found the Treasure” © Niki Charitable Art Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2017. Foto: Peter Hinschläger

Ausstellungsansicht „Niki de Saint Phalle und das Theater – At Last I Found the Treasure” © Niki Charitable Art Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2017. Foto: Peter Hinschläger

Ausstellungsansicht „Niki de Saint Phalle und das Theater – At Last I Found the Treasure” © Niki Charitable Art Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2017. Foto: Peter Hinschläger

Ausstellungsansicht „Niki de Saint Phalle und das Theater – At Last I Found the Treasure” © Niki Charitable Art Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2017. Foto: Peter Hinschläger

Ausstellungsansicht „Niki de Saint Phalle und das Theater – At Last I Found the Treasure” © Niki Charitable Art Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2017. Foto: Peter Hinschläger

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