← Vorschau

12. Dez 2021 – 13. Mär 2022
Vom Leben in In­dus­trie­land­schaf­ten
Gemälde einer Fabrik
Carl Schütz, Das Lendersdorfer Walzwerk, 1838, © Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren

Den Strukturwandel im Blick

„Vom Leben in Industrielandschaften – Den Strukturwandel im Blick“ ist der zweite Teil eines Ausstellungsprojekts, das im Herbst/Winter 2019/2020 mit der Ausstellung „Vom Leben in Industrielandschaften – Eine fotografische Bestandsaufnahme“ begonnen hat. In dieser Präsentation ging es darum, sich mittels der indexikalischen und konzeptuellen Qualitäten von Fotografie den Erscheinungsformen industriell geprägter Landschaften zu nähern.

Ausgangsmotiv des zweiteiligen Ausstellungsprojekts „Vom Leben in Industrielandschaften“ ist das für die Sammlung des Leopold-Hoesch-Museums ikonische Gemälde „Das Lendersdorfer Walzwerk“ (1838) von Carl Schütz. „Das Lendersdorfer Walzwerk“ ist ein typisches Beispiel für das ausgeprägte Selbstbewusstsein und die Art der Selbstdarstellung von Industriellenfamilien zur Zeit der frühen Industrialisierung. Bis heute ist die Landschaft um Düren, zwischen Garzweiler und den Stauseen der Eifel, durch ihre industrielle Nutzung geprägt. Das Projekt „Vom Leben in Industrielandschaften“ ist eine Aufforderung, sich mit den eigenen Wahrnehmungen dieser Landschaft auseinanderzusetzen, mit den widersprüchlichen und komplexen Räumen, die sich zwischen Tagebau, Kraftwerken und Hochspannungsmasten, Papierfabriken, Zuckerrübenäckern und dem nahen Kernkraftwerk Tihange öffnen.

Die Ausstellung „Vom Leben in Industrielandschaften – Den Strukturwandel im Blick“, die im Oktober 2021 eröffnen soll und in Kooperation mit dem Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst in Cottbus entwickelt wird, setzt sich direkt mit den Fragen, die in beiden Städten mit dem Ende des Braunkohleabbaus und dem Strukturwandel verbunden sind, auseinander. Sowohl die Lausitz als auch die Eifel und die Rheinische Tiefebene sind Kulturlandschaften, die sich über Jahrhunderte entwickelt haben. Dennoch sind sie durch unterschiedliche Geschichten geprägt. An beiden Orten wurden unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Die Ausstellung lädt mittels internationaler historischer und zeitgenössischer künstlerischer Werke zu einer Auseinandersetzung mit diesen Erfahrungen ein, die auch Vergleiche mit anderen Orten in der Welt ermöglichen.

Mit: Bernd und Hilla Becher, Prunella Clough, Alice Creischer, Dieter Dressler, Günther Friedrich, Eberhard Göschel, Karl Hubbuch, Adolf Erbslöh, Olaf Karnik und Volker Zander, Per Kirkeby, Thomas Kläber, Aglaia Konrad, Carl Lohse, Antje Majewski, Wolfgang Mattheuer, Stephan Mörsch, Olaf Nicolai, Natacha Nisic, Silke Schatz, Carl Schütz, Wilhelm Schürmann, Franz W. Seiwert, Fritz Tröger, Karl Zerbe, Zwetan Zonew u.a.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Brandenburgischen Landesmuseum für Moderne Kunst | Dieselkraftwerk Cottbus.

Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Gefördert von der Kunststiftung Nordrhein-Westfalen.

Darüber hinaus wird die Ausstellung freundlich unterstützt durch den Museumsverein Düren e.V., Henning Hoesch, die Josef Zilcken Kunst- und Kulturförderungs gGmbH und die ANKER Gebr. Schoeller GmbH+Co. KG.