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25. Sep 2022 – 8. Jan 2023
Günther-Peill-Stiftung: Kerstin Brätsch, Alexis Gautier, Britta Thie
Foto eines farbigen Kunstwerks aus Stuccomarmor
Kerstin Brätsch, Fossil Psychic for Christa (Stucco Marmo) 2020, Gips, Pigmente, Leim, Wachs und Öl auf Wabenplatte, Filz 63 x 72 cm, Foto: Daniele Molajoli, Courtesy Courtesy die Künstlerin und Sant’Andrea de Scaphis, Rom
5 Personen im Treppenhaus des Museums
Gruppenfoto im LHM: (v.l.n.r.) Anja Dorn (Direktorin), Andreas Prinzing (Kurator), Britta Thie und Alexis Gautier (Stipendiat*innen 2020-2022) und Dr. Eberhard Peill, Foto: Peter Hinschläger

Ausstellungen der Günther-Peill-Stiftung

Im Herbst 2022 präsentiert das Leopold-Hoesch-Museum die Ausstellungen der Preisträgerin 2020 und der Stipendiat*innen 2020-2022.

Kerstin Brätsch: Sein
Kerstin Brätsch greift mit Dynamik über die Ränder der modernen Malerei hinaus. Durch Einsatz jahrhundertealter, kunsthandwerklicher Techniken schafft sie Bildkörper von fast hypnotischer Energie, in denen menschliche Präzision und Naturkräfte verschmelzen. Die Ausstellung vereint großformatige Marmorierungen auf Papier, in deren Details sich das Auge verliert, mit leuchtend bunten Stuckmarmor-Arbeiten. In ihren spezifischen Materialitäten entfalten beide ein Eigenleben zwischen Abstraktion und schemenhafter Figuration – und führen das Medium Malerei als porösen Möglichkeitsraum vor, in dem sich Vergangenheit und Gegenwart unauflöslich durchdringen.

Am Freitag, den 23.9.22, 19 Uhr eröffnet im Ludwig Forum Aachen bereits die Ausstellung Kerstin Brätsch Die Sein: Para Psychics (bis 5.2.23).

Alexis Gautier: Burning the Plot
Zentral für Alexis Gautiers vielfältige Arbeit ist die Begegnung und Interaktion mit spezifischen Orten und Räumen. Dabei knüpft er an lokale Gegebenheiten und Alltagssituationen an, die er in künstlerische Formen überführt. Unterschiedliche Elemente finden Eingang in seine von Zufall, Improvisation, Poesie und subtilem Humor geprägten Arbeiten, in denen sich vielstimmige Übersetzungsprozesse materialisieren. In Düren bringt Gautier Arbeiten aus verschiedenen Kontexten und Medien zusammen, die gemeinsam einen offenen erzählerischen Raum formen.

Britta Thie: Development
Britta Thies künstlerische Praxis speist sich aus einer vernetzten Gegenwart, in der Medien und Kommunikationstechnologien eine zentrale Rolle bei der Formung von Identität zukommt. Dabei nimmt sie Bezug auf populäre Erzählformate und verbindet Realität mit Fiktion. Diente ihr bislang primär Video zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Lebenswelten, Akteur*innen und Codes, wird in ihren jüngsten Gemälden das für Serienproduktionen verwendete Equipment selbst zum Protagonisten. In Düren präsentiert Thie zudem den Trailer eines noch nicht gedrehten Films.

11 weiß-schwarze Bilder an einer Wand
Alexis Gautier und Sanju Devi, „Village Diary Series”, 2018-2020, Courtesy der Künstler

Der mit 20.000 € dotierte Preis der Günther-Peill-Stiftung 2020 geht an die Künstlerin Kerstin Brätsch. Für die zweijährigen Förderstipendien der Günther-Peill-Stiftung über je insgesamt 18.000 € wurden Alexis Gautier und Britta Thie aus einer Reihe vielversprechender Positionen gewählt.
Die Stiftung würdigt alle drei Künstler*innen über die finanzielle Förderung hinaus mit einer Ausstellung im Herbst 2022. Die Stipendiat*innen werden zusätzlich mit einer Begleitpublikation gefördert.

Pressemitteilung zum Auswahlverfahren vom 6.8.2021 zum Download.

Standbild eines Splitscreens, links Frau in Frontalansicht, rechts im Profil, Untertitel: "suffer with arrogance"
Britta Thie, „Shooting“, Filmstill, 2-Kanal-Video-Installation, 2009, © Britta Thie 2009 und VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Museumsdialog zur Ausstellung
"Kerstin Brätsch. Sein"

Do. 10.11.22, 19 h
Kerstin Brätsch im Gespräch mit Anja Dorn