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Papiermuseum

Preisträger der Peill-Stiftung entführen im Leopold-Hoesch-Museum in fremde, faszinierende Welten

Düren, den 25.09.18

Düren. Im Leopold-Hoesch-Museum werden derzeit Werke von drei Künstlern gezeigt, die sehr unterschiedlich sind, aber eines gemeinsam haben: Sie sind tiefgründig, fordern den Betrachter heraus, entziehen sich einer schnellen Besichtigung und Beurteilung, verlangen volle Konzentration und die Bereitschaft, sich auf die Kunst einzulassen.

Tierhäute von Raphaela Vogel im Treppenaufgange des Leopold-Hoesch-Museums entfalten eine ganz besondere Wirkung. Foto: Stadt Düren/mah

Tierhäute von Raphaela Vogel im Treppenaufgange des Leopold-Hoesch-Museums entfalten eine ganz besondere Wirkung. Foto: Stadt Düren/mah

Nora Schattauers Werkstoff sind Papier und Farbe, die sie malerisch und  bildnerisch einsetzt. Kurator Markus Mascher initiierte die Ausstellung „offensichtlich nicht offensichtlich“, die noch bis zum 11. November zu sehen ist,  in der Reihe „Apropos Papier“. 

„Industrie-Unternehmen und ihre Stiftungen haben wesentlich und nachhaltig zu Industriegeschichte und Sozialgeschichte der Stadt Düren beigetragen“, betonte Bürgermeister Paul Larue und bedankte sich bei Dr. Eberhard Peill als Stiftungsvorstand, dass die Peill-Stiftung lebendigen Austausch mit zeitgenössischer Kunst im Leopold-Hoesch-Museum ermögliocht. Die Preisträger 2016-2018, Paul Sochacki und Raphaela Vogel, haben derzeit in den Museumsräumen Gelegenheit, Werke zu zeigen, ja zu inszenieren. „Beide haben die Möglichkeit des Hauses genutzt, um etwas Außergewöhnliches zu schaffen“, lobte Dr. Eberhard Peill,  Vorsitzender der Günther-Peill-Stiftung, am Eröffnungstag. „Sinn des Stipendiums ist es, jungen Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit zu geben, Neues zu wagen.“´ Im Treppenaufgang des Leopold-Horesch-Museums hängen von Raphaela Vogel bemalte Tierhäute.  Mit großen und auch ganz kleinen Video-Installationen und Video-Skulpturen in verschiedenen Räumen des Museum fesselt sie den Blick des Betrachters durch packende Perspektiven und Bilder unter dem Titel „Il Mondo in cui vivo - Die Welt in der ich lebe“.

Der in Krakau geborene Künstler Paul Sochacki setzt scheinbar ruhige  Gemälde gegen die laute, bunte und bewegte Welt der Raphaela Vogel. Und dennoch gehen die Kunstwerke beider Künstler Hand in Hand, bilden beim Rundgang durch die Räume eine Einheit, denn auch vor den Bildern von Paul Sochacki muss man stehen bleiben, genau hinsehen, in seine Welt eintauchen, um Verblüffendes, Heiteres, bisweilen auch Verstörendes zu erkennen, das er unter das Titelwort „Gurbet“ fasst, das türkische Wort für „Ausland oder Fremde“.

„Schon die Titelwahl verweist bei beiden auf Perspektivwechsel, Grenzüberschreitendes.“, sagte Andreas Prinzing, Kurator der Günther-Peill-Stiftung. Er stellte „die beiden singulären künstlerischen Positionen“ mit treffenden Worten vor, ohne den Betrachtern die eigenen Eindrücke zu verstellen. „Finden Sie Ihren eigenen Zugang mit gedanklicher Flexibilität“, forderte er am Schluss die Anwesenden auf,  und  diese nahmen die Herausforderung gerne an. 

Bürgermeister, Museumsdirektorin Anja Dorn, Dr. Eberhard Peill sowie Kurator Andreas Prinzing waren voll des Lobes für das Museumsteam, das parallel zur Eröffnung des Papiermuseums die drei Ausstellungen im Leopold-Hoesch-Museum gestaltet hat.

Anja Dorn dankte den Stiftern des Peill-Preises: „Er ist eine wunderbare Einrichtung für das Museum, weil er immer wieder eine Brücke schlägt zu jungen Künstlerinnen und Künstlern.“ Sie lud zum Museumsdialog am 25. Oktober mit Raphaela Vogel und Paul Sochacki im Gespräch mit Oriane Durand, der künstlerischen Leiterin des Dortmunder Kunstverein, und der Dürener Museumsdirektorin ein.

Die Ausstellung der beiden Stipendiaten der Günther-Peill-Stiftung ist noch bis zum 25. November im Leopold-Hoesch-Museum zu sehen.

 

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