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26. Sep 2021 – 9. Jan 2022
Walter Dohmen, Linien und Körper
Malerei eines Kopfes
Walter Dohmen, aus der 40-teiligen Serie: „Florentiner Köpfe“, 1993, Wachskreide, Schellack, Kasein auf Zeichenpapier, je 49,4 x 34,7 cm, Courtesy der Künstler © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Peter Hinschläger
abstrakte Malerei ines Körpers
Walter Dohmen, „Anspannend“, 1988, Bleistift und Aquarell auf Papier- muster, 29,8 x 20,6 cm, Courtesy der Künstler © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Peter Hinschläger
Kopfdarstellung mit schwarzen Linien
Walter Dohmen, aus der 13-teiligen Serie: „Teilnehmer am Passahmahl“, 2005, 12 Bilder in Ölfarbe und Schel-lack auf Leinwand, 1 Bild Mordentvergoldung auf Leinwand, je 50 x 40 cm, Courtesy der Künstler © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Peter Hinschläger
Libellenkörper gemalt in Blau
Walter Dohmen, „Engel“, 2008, Öl auf Dekorationsstoff, 80 x 60 cm, Courtesy der Künstler © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Peter Hinschläger
Kopf in warmen Farbtönen
Walter Dohmen, „Der Nachdenkende“, 2008, Öl und Schellack auf Leinwand, 80 x 60 cm, Courtesy der Künstler © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Peter Hinschläger

Das LHM zeigt anlässlich des achtzigsten Geburtstags des 1941 in Langerwehe geborenen und dort lebenden und arbeitenden Künstlers Walter Dohmen eine Ausstellung mit Malerei seit den 1980er Jahren. International bekannt wurde Walter Dohmen durch seine intensive Auseinandersetzung und seinen experimentellen Umgang mit den grafischen Künsten. Deren Techniken und Eigenschaften vermittelt er immer wieder auch als Lehrer und unermüdlicher Botschafter ihrer bildnerischen Qualitäten.

Begonnen hatte Walter Dohmen seine Laufbahn nach dem Studium an den Werkkunstschulen in Aachen und Köln allerdings mit Malerei, einer künstlerischen Praxis, der er sich bis heute widmet. So kommt es regelmäßig zum Dialog der verschiedenen Kunstformen: Erkenntnisse aus den spezifischen Arbeitsprozessen der Grafik befruchten seine malerischen Ansätze ebenso, wie Erfahrungen aus der Malerei die Bildsprache seiner grafischen Anwendungen inspirieren. Dies gilt sowohl formal als auch technisch. Materialien wie Druckergaze, Schellack und Blattgold kommen zum Einsatz, Holzschnitt wird mit Malerei kombiniert und Malerei findet nicht nur auf Leinwand, sondern auch auf Papier statt.

Der menschliche Körper und das Antlitz, der Ausdruck körperlichen Ausgesetztseins und seelischer Empfindungen, von räumlicher Disposition und Bewegung sind dabei zentrale Motive seines Werks. Walter Dohmen untersucht das Verhältnis von Linien und ihren Verläufen, von organischen Flächen und visuellem Raum und schafft Bildkörper, die von ihrer Entstehung erzählen, ihre Mittel offensiv einsetzen und zugleich oder vielleicht deswegen Sinnbilder existenziellen Erlebens und von unmittelbarer Präsenz und Wirkung sind.

Die Ausstellung wird über den Museumsverein Düren e.V. großzügig gefördert von der Kultur- und Naturstiftung der Sparkasse Düren.

Die Pressemitteilung kann unter Presse heruntergeladen werden.

Museumsdialog zur Ausstellung
Donnerstag, 25. November, 19 Uhr
Dr. Gabriele Uelsberg, langjährige Leiterin des LVR-LandesMuseums Bonn und aktuell Kommissarische Sammlungsdirektorin und Mitglied des Präsidiums Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen, im Gespräch mit Walter Dohmen

->im LHM, Eintritt 3 Euro, Mitglieder Museumsverein Düren frei­

Ausstellungsplakat mit Körperdarstellung
Plakatmotiv zur Ausstellung Walter Dohmen, Linien und Körper, 2021, Grafik: arc Berlin