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Aktuelle Pressemitteilung

Neustart und Wiederaufnahme des Bildungs- und Vermittlungsangebots für den Zeitraum der Corona-Schutzverordnung

Düren, 27.05.2020

Das Leopold-Hoesch-Museum und Papiermuseum Düren freuen sich, am 1. Juni 2020 die Vermittlungstätigkeit unter Einhaltung der allgemeinen Hygieneschutzregeln und speziellen Sicherheitsmaßnahmen wiederaufzunehmen.    

Für Besucherinnen und Besucher gelten hierbei die grundsätzlichen Regeln zur Bekämpfung der Verbreitung des Corona-Virus (Sars-CoV-2), wie das Einhalten eines Abstands von 1,50 m zu anderen Personen, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zu jeder Zeit in allen Räumen der Museen sowie die Einhaltung der vorgegebenen Laufwege in den Gebäuden. Das Vermittlungspersonal darf während der Durchführung von Führungen und Workshops zur Verständlichkeit auf einen Mund-Nasen-Schutz verzichten, sofern ein Abstand von 1,50 m, die vorgegebenen Laufwege sowie die allgemeinen Hygieneschutzregeln eingehalten werden.   

Für die Teilnahme an Führungen, Workshops, Museumsdialogen und unseren Filmen im Museum bitten wir ab sofort um Voranmeldung bis zwei Tage vor dem jeweiligen Termin per E-Mail an b.wolters@dueren.de oder telefonisch unter 02421 25-2515. Die Teilnehmer*innenzahl ist bei allen Formaten begrenzt. Bei Kursen in der Werkstatt oder bestuhlten Veranstaltungen darf auf einen MundNasenSchutz verzichtet werden, sofern die Einhaltung des Mindestabstands und eine ausreichende Belüftung gewährleistet sind.   

Bei Fragen zum Programm wenden Sie sich bitte an Jeannine Bruno, Leiterin Bildung & Vermittlung, unter j.bruno@dueren.de oder 02421 25-2594.
 
 
Alle Formate und Änderungen ab dem 1. Juni 2020 im Überblick:

Öffentliche Führungen   

Jeden ersten Sonntag im Monat bietet das Leopold-Hoesch-Museum um 15 Uhr und das Papiermuseum Düren um 14 Uhr eine öffentliche Führung für Privatpersonen an.  .
 
Termine: Papiermuseum Düren, 14 – 15 Uhr, 7.6., 5.7., 2.8., 6.9., 4.10., 1.11., 6.12.2020

Es gilt eine Begrenzung der Teilnehmer*innenzahl auf 6 Personen. Papierschöpfen ist zurzeit aufgrund der Hygieneregeln leider nicht möglich.
 
Termine: Leopold-Hoesch-Museum, 15 – 16 Uhr, 7.6., 5.7., 2.8., 6.9., 4.10., 1.11., 6.12.2020 Es gilt eine Begrenzung der Teilnehmer*innenzahl auf 8 Personen.
 
Familienführungen
 
Jeden dritten Sonntag im Monat bietet das Papiermuseum Düren eine öffentliche Familienführung für Privatpersonen an. Das traditionelle Papierschöpfen, das die Familienführung gewöhnlich abrundet, ist zurzeit aufgrund der Hygienemaßnahmen leider noch nicht wieder möglich.
 
Termine: Papiermuseum Düren, 11:30 – 13 Uhr, 21.6., 19.7., 16.8., 20.9., 18.10., 15.11., 20.12.2020 Es können maximal 6 Personen aus zwei verschiedenen Haushalten teilnehmen.
 
Private Führungen

 
Privatpersonen, Firmen, Institutionen, Vereine u.a. können ab dem 1. Juni 2020 wieder Führungen durch die aktuellen Ausstellungen und Sammlungspräsentationen buchen. Buchungen für Führungen von KiTas und Kindergärten können wir derzeit nicht annehmen, da in diesem Fall kein Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben werden darf. Alle Führungen bewegen sich ausschließlich durch Räume mit einer Fläche von mindestens 100 qm. 
 
Im Leopold-Hoesch-Museum gilt eine Begrenzung der Teilnehmer*innenzahl bei Führungen auf 8 Personen. Für Schulen und Berufskollegs bieten wir wieder Führungen und Workshops an. In diesem Fall gilt eine Begrenzung der Gruppengröße auf 10 Personen. 

Im Papiermuseum ist die Teilnehmer*innenzahl bei privaten und öffentlichen Führungen auf 6 Personen begrenzt. Das beliebte Papierschöpfen findet noch nicht wieder statt. Für Schulen und Berufskollegs bieten wir wieder Führungen und Workshops an. In diesem Fall gibt eine Begrenzung der Gruppengröße auf ebenfalls 6 Personen. 
 
Museumsdialoge
 
Es gilt eine Begrenzung der Teilnehmer*innenzahl auf 10 Personen. Tische und Stühle werden mit Abstand bereitgestellt und müssen entsprechend von den Besucher*innen genutzt werden. Getränke sind leider nicht erhältlich.
 
Termine Papiermuseum Düren

Museumsdialog mit Prof. Dr.-Ing. Isabel Kuperjans, Donnerstag, 4. Juni 2020, 19 Uhr,  „Aus Altpapierresten Energie gewinnen“ in der Jubiläumsreihe „30 Jahre Papiermuseum Düren“
 
Museumsdialog mit Prof. Dr. Markus Biesalski, Donnerstag, 24. September 2020, 19 Uhr „Die Zukunft des Papiers“ in der Jubiläumsreihe „30 Jahre Papiermuseum Düren“


Museumsdialog mit Dr. Ulrike Surmann, Donnerstag, 15. Oktober 2020, 19 Uhr  zur Ausstellung „Holy Pictures – Andachtsbildchen als religiöse Volkskunst“

Malspezialisten   

Malen, kleben, schneiden, spachteln – bei den Malspezialisten geht es bunt her! Hier werden Kinder und Jugendliche zu jungen Künstler*innen.    

Die Teilnehmer*innenzahl wird auf maximal 10 Personen pro Kurs und Termin begrenzt. Aufgrund der Raumgröße finden die Kurse in der Papierwerkstatt im Obergeschoss des Papiermuseums statt.   

Die neuen Kurse starten ab dem 12. August 2020.
 
Golden Club
 
Das Format „Golden Club“ wird als Führung mit Gespräch durchgeführt. Die Teilnehmer*innenzahl wird auf maximal 8 Personen begrenzt.
 
Termine: 27.5., 24.6., 29.7., 26.8., 30.9., 28.10., 25.11.2020 Leopold-Hoesch-Museum und Papiermuseum Düren, mittwochs, 15 – 17 Uhr

Club 125
 
Der Kurs findet in der Kunstwerkstatt des Leopold-Hoesch-Museums statt. Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 4 Personen begrenzt. 
 
Termine: 4.6., 18.6., 2.7., 16.7., 6.8., 20.8.2020 Leopold-Hoesch-Museum und Papiermuseum Düren, donnerstags, 13 – 16 Uhr
 
Film im Museum

 
Das Leopold-Hoesch-Museum zeigt regelmäßig Filme zu aktuellen Ausstellungen und allgemein zum Thema Kunst. Das Format „Film im Museum“ umfasst die Einführung in das Thema des Films und die Filmvorführung mit anschließender Diskussion. Ort ist das Café im Leopold-Hoesch-Museum.   

Es gilt eine Begrenzung der Teilnehmer*innenzahl auf 10 Personen. Stühle werden mit Abstand bereitgestellt. Getränke sind leider nicht erhältlich.
 
Termine:
 
Donnerstag, 25. Juni 2020, 19 Uhr „Pina“ Regie: Wim Wenders, D 2011
 
Donnerstag, 2. Juli 2020, 19 Uhr „Merce Cunningham – A Lifetime of Dance“ Regie: Charles Atlas, USA 2000
 
Donnerstag, 27. August 2020, 19 Uhr „Die Gefangene“ Regie: Chantal Ackerman, F 2000

Donnerstag, 3. September 2020, 19 Uhr „Fame – Der Weg zum Ruhm“ Regie: Sir Alan Parker, USA 1980
 
Andantino – Babykonzerte im Leopold-Hoesch-Museum
 
Mit den Babykonzerten entführt Andantino die kleinen und großen Besucher*innen in die musikalische Welt des Museums.
 
Aktuell ist die Durchführung der Babykonzerte leider nicht möglich. Über die bereits veröffentlichten Termine am 1.10. und 19.11.2020 werden wir erneut informieren.
 
Kindergeburtstag  

Einen besonderen Tag für lauter kleine Künstler*innen bieten das Leopold-Hoesch-Museum und das Papiermuseum Düren Geburtstagskindern und Ihren Gästen an.   

Das Format „Kindergeburtstag“, das aus einer kurzen Führung mit anschließendem Workshop besteht, findet in der ca. 200 qm großen Papierwerkstatt im Obergeschoss des Papiermuseums statt. Die Teilnehmer*innenzahl wird auf 6 Personen begrenzt.   

Das Format Geburtstag im Museum für Erwachsene entfällt leider bis auf Weiteres.

Workshop „Kulturrucksack NRW 2020“
 
In den Sommerferien 2020 können Jugendliche zwischen 10 – 14 Jahren am Kulturrucksack des LeopoldHoesch-Museums und Papiermuseums Düren teilnehmen.   

Es gilt eine Begrenzung der Teilnehmer*innenzahl auf 10 Personen. Der diesjährige Kulturrucksack NRW findet in der Papierwerkstatt des Papiermuseums statt. Tische, Stühle und Materialien werden entsprechend aufgebaut.   

Der diesjährige Kulturrucksack findet in Vorbereitung auf die Ausstellung „Piktogramme, Lebenszeichen, Emojis: Die Gesellschaft der Zeichen“ statt, die das Leopold-Hoesch-Museum im September eröffnen wird. Der 4-tägige Ferien-Workshop bietet die Möglichkeit, sich kreativ mit Bildsprachen und ihrer Kommunikation zu beschäftigen.   

Dienstag – Freitag, 4. – 7. August 2020, 11 – 16 Uhr

42. Internationaler Museumstag 2020 DIGITAL

Düren, 07.05.2020

Am 17. Mai 2020 begehen die Museen weltweit unter dem diesjährigen Motto „Museen mit Freude entdecken“ den 42. Internationalen Museumstag. Da die Museen den Aktionstag aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht vor Ort feiern können, laden sie zum digitalen Museumsbesuch ein und halten ein vielseitiges Programm bereit.

Das Leopold-Hoesch-Museum und das Papiermuseum Düren bieten ein buntes digitales Angebot aus Mitmach-Aktionen und Einblicken in die Sammlungen und Ausstellungen an. Ein Highlight bildet die Performance „Songs to dance to“ von Jimmy Robert. Ursprünglich sollte die Performance am Internationalen Museumstag vor Ort live aufgeführt werden und die Besucherinnen und Besucher miteinbeziehen. Da Veranstaltungen gemäß der aktuellen Verordnung des Landes vorerst untersagt bleiben, wurde die Performance vorab aufgezeichnet und feiert im Rahmen des Museumstags ihre digitale Premiere.

Kinder und Familien kommen beim SWD Kids Award auf ihre Kosten. Die Berliner Künstler*innen Tom Früchtl und Simone Lanzenstiel rufen zum kreativen Mitmachen auf. Anders als in den vergangenen Jahren wird der SWD Kids Award nicht am selben Tag ausgelobt: Die Kunstwerke, die zu Hause bei den Teilnehmenden entstehen, werden im Herbst in der Ausstellung „HOESCH TALENTS 2020“ im Leopold-Hoesch-Museum zu sehen sein. Im Rahmen der feierlichen Eröffnung der Ausstellung werden die Mitmach-Preise des SWD Kids Award verliehen werden.

Das diesjährige Programm des Internationalen Museumstag findet ausschließlich auf den Social-Media-Plattformen Instagram und Facebook statt. Das digitale Programm finden Sie auf der nächsten Seite.

Das Leopold-Hoesch-Museum und das Papiermuseum Düren sind am 17. Mai 2020 regulär für den Publikumsverkehr geöffnet.

Wir danken den Stadtwerken Düren (SWD) für die freundliche Unterstützung.

Digitales Programm

In der Zeit zwischen 11 und 16 Uhr gibt das Museumsteam neben dem unten aufgeführten Video-Programm auch in Posts und Stories auf Facebook und Instagram Einblicke in die Ausstellungen und Aktivitäten der Museen. Auf Facebook sind die Museen auf der gemeinsamen Seite unter @lhmpap und auf Instagram unter @leopold_hoesch_museum und @papiermuseum_dueren zu finden.

Auch unter dem Hashtag #MuseumstagDueren können Interessierte die Aktivitäten des Leopold-Hoesch-Museums und des Papiermuseums Düren verfolgen. Unter dem Hashtag #MuseenEntdecken werden alle Aktivitäten der deutschen Museen am Museumstag sichtbar.

11:00 Uhr         Begrüßungsvideo und Video-Aufruf zum SWD Kids Award 

                        #swdKidsAward

13:00 Uhr         Videopremiere Performance „Songs to dance to”

                         #songstodanceto, #jimmyrobert

15:00 Uhr         Video-Aufruf zum SWD Kids Award

                        #swdKidsAward

Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren öffnen wieder

Düren, 05.05.2020

Ab Donnerstag, den 07.05.2020, werden das Leopold-Hoesch-Museum und das Papiermuseum Düren ihre Türen wieder für den Publikumsverkehr öffnen. Unter besonderen Hygienemaßnahmen und mit kleinen Einschränkungen können Besucherinnen und Besucher die Ausstellungen der städtischen Museen wieder besuchen. Auch die Shops der Museen sind wieder geöffnet.

Auf Grundlage der aktuellen Coronaschutzverordnung des Landes NRW ist beim Betreten der Museen zum eigenen Schutz, aber auch zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein Mund-Nase-Schutz zu tragen. Hat ein*e Bürger*in keine Maske dabei, kann er/sie an der Kasse gegen eine Spende von 1,- € eine Maske erwerben. Die Spende wird in eine Sammelbüchse eingeworfen. Es kann kein Wechselgeld herausgegeben werden. Um die Besucherinnen und Besucher bei bekanntgewordenen Infektionen informieren zu können, werden beim Betreten der Museen Namen und Kontaktinformationen notiert. Die Kassenbereiche beider Museen sind mit entsprechenden Schutzvorkehrungen (Spuckschutz) ausgestattet. In beiden Häusern ist bereits beim Eintreten auf den Mindestabstand von 1,50 m zu achten. An der Kasse des Papiermuseums erhalten Besucherinnen und Besucher darüber hinaus Einweghandschuhe, um das Anfassen der Ausstellungsdisplays und dafür vorgesehener Objekte zu ermöglichen (selbst mitgebrachte Handschuhe dürfen leider nicht getragen werden). Das Tragen der Einweghandschuhe ist Voraussetzung für den Besuch des Museums.

Im Leopold-Hoesch-Museum ist ein Aufenthalt von maximal 50 Personen gleichzeitig gestattet. In das Papiermuseum Düren erhalten maximal 30 Personen im gleichen Zeitraum Einlass. Im Papiermuseum ist ausschließlich das Erdgeschoss für den Publikumsverkehr geöffnet. Durch Markierungen am Boden und mit Hilfe des Personals werden die Besucherinnen und Besucher in Form von Rundgängen durch die Ausstellungen geleitet.

Einige Angebote der Museen bleiben entsprechend der Vorgaben des Landes weiterhin untersagt: Veranstaltungen, Führungen und Workshops sowie das traditionelle Papierschöpfen können weiterhin leider nicht stattfinden. Das Museumscafé im Leopold-Hoesch-Museum bleibt geschlossen.

Das Museumsteam freut sich auf die Wiedereröffnung zum eintrittsfreien ersten Donnerstag im Monat. Derzeit zeigt das Leopold-Hoesch-Museum die Ausstellung „Apropos Papier: Jimmy Robert – Plié" (verlängert bis zum 6. September 2020), die Werkschau „Imre Kocsis – Bildraum/Realraum" (bis zum 22. November 2020) sowie die Sammlungspräsentation. Im Papiermuseum Düren ist erstmals die neue Ausstellung „Holy Pictures – Andachtsbildchen als religiöse Volkskunst" (bis zum 1. November 2020) zu sehen.

Das Leopold-Hoesch-Museum und das Papiermuseum Düren waren wie alle Kultureinrichtungen in Nord-rhein-Westfalen zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 seit dem 14.03.2020 für Besucherinnen und Besucher geschlossen. Weitere Informationen sind der Internetseite der Stadt Düren unter www.dueren.de sowie den Internetseiten der Museum www.papiermuseum-dueren.de und www.leopoldhoeschmuseum.de zu entnehmen.

Apropos Papier: Jimmy Robert - Plié

08. März bis - verlängert - 6. September 2020

Eröffnung: Sonntag, 08. März 2020, 12 Uhr in Anwesenheit des Künstlers

13 Uhr Performance "Songs to dance to", Ina Hagenau, Jazz- und Popsängerin, Düren

Pressevorbesichtigung: Freitag, 06. März 2020, 11 Uhr

 

Mit gefundenen wie mit eigenen Fotografien, mit Texten, Videosequenzen, skulpturalen Setzungen und Installationen sowie mit Performances schafft der Künstler Jimmy Robert (*1975, lebt und arbeitet in Berlin) mentale wie körperliche Bezugsräume für die Auseinandersetzung mit Fragen kultureller und gesellschaftlicher Identität. Oft nutzt er dabei Ausgangsmaterialien wie Stoff, Holz oder Papier, die er manuell bearbeitet, die er collagiert, schichtet, faltet, perforiert. Durch die Betonung der spezifischen Materialeigenschaften lässt er diesen Elementen wesenhafte Bedeutung zukommen, sie werden zu Partnern des performativen Prozesses und heben die Unterscheidung zwischen Objekt und Körper, Bild und Raum auf. Dabei werden gesellschaftlich definierte und kulturell wie körperlich wirksame Grenzen, die über die Zuordnung zu Herkunft, Geschlecht oder Klasse erfolgen, thematisiert und erfahrbar gemacht, ihr Anspruch zugleich in Frage gestellt und als Konstruktion erkennbar. Jimmy Robert stammt aus Guadeloupe (F), ist in Paris aufgewachsen, in London ausgebildet worden und hat an unterschiedlichen Orten in Europa gelebt und gearbeitet. Er kennt die Wirksamkeit gesellschaftlicher Bezugssysteme, die immer auch Instrumente von Unterscheidung und Abgrenzung, von Hierarchien und Herrschaft sind, und nimmt ihre kulturelle Aktivierung aus verschiedenen Perspektiven wahr.

Für das Ausstellungsformat „Apropos Papier:“, das die Relevanz des Werkstoffs Papier für die Gegenwartskunst untersucht, schafft Jimmy Robert eine raumbezogene Installation im Leopold-Hoesch-Museum. Diese basiert auf selbst verfassten und adaptierten Texten, die in Zusammenhang mit in der Vergangenheit und an anderen Orten bereits erfolgten Performances stehen. Ihr Charakter ist assoziativ und ihre Inhalte können als Reflexionen zu Körper, Geste, Rolle, Ort und Funktion gelesen werden. Die Texte sind als skulpturale Elemente unterschiedlichen Grades in der Ausstellung gegenwärtig. Sie bilden monumental oder kleinformatig dimensionierte Wandschriften, erscheinen als Druckwerke auf großen Papierbahnen oder werden als negative Form ihrem Trägermaterial eingeschrieben. Die Gesamtheit dieser für das künstlerische Denken von Jimmy Robert wesentlichen Texte erscheint in Form eines Künstlerbuches, das sie mit Fotografien vergangener Ereignisse in Beziehung setzt und ebenfalls ein Exponat der Ausstellung ist. Dabei korrespondiert die schriftsprachliche Ebene mit neuen, skulptural aufbereiteten Fotografien des Künstlers als Tänzer. Die tänzerischen Positionen, die Jimmy Robert auf ihnen einnimmt, sind repräsentativ für das Thema des Verhältnisses von Körper und Raum. Gleichzeitig verleiht der Umgang mit diesen großformatigen Fotoabzügen ihnen objekthaften Charakter.

Die Performance „Songs to dance to“ (Lieder, um dazu zu tanzen), die Jimmy Robert speziell für die Ausstellung im Leopold-Hoesch-Museum konzipiert hat, erzeugt eine Wechselwirkung zwischen bildlichen und schriftlichen Ebenen. An besonderen Terminen während der Laufzeit der Ausstellung verdichtet die Dürener Pop- und Jazzsängerin Ina Hagenau die Textinhalte in Form von klanglich artikulierter Sprache zu einer körperlichen Präsenz von skulpturaler Qualität. Performance und Installation verbinden sich so zu einem Reflexions- und Resonanzraum für die Inhalte, Themen, Gedanken, Bezüge und Begegnungen, von denen Jimmy Roberts Arbeiten handeln. So kann ein Ereignis entstehen, das eine gemeinschaftliche Erfahrung bedeutet.

Ein spezifischer Ortsbezug des Projekts wird zum einen durch die Zusammenarbeit mit einer aus Düren stammenden Sängerin hergestellt und zum anderen durch die Integration von vom Künstler ausgewählten Objekten aus den Sammlungsbeständen des Leopold-Hoesch-Museums und des zugehörigen Papiermuseums Düren hergestellt. Diese werden zu integralen Bestandteilen der Installation und markieren ihren kontextuellen Ansatz. In einem erweiterten Sinn reagiert hierauf wiederum die Zusammenstellung der aktuellen Sammlungspräsentation des Leopold-Hoesch-Museums mit Werken der Klassischen Moderne und der Gegenwartskunst.

Jimmy Robert hat am Goldsmiths College, London, und an der Rijksakademie, Amsterdam, studiert. Werke des Künstlers sind in wichtigen öffentlichen Sammlungen vertreten, u.a. im Stedelijk Museum, Amsterdam, und im Museum moderner Kunst, Warschau. In den vergangenen Jahren waren seine Arbeiten u.a. in Einzelausstellungen im Museum of Contemporary Art, Chicago (2012), im The Power Plant, Toronto (2013), im Migros Museum für Gegenwartskunst, Zürich (2015), im Peer, London (2017) und im KW Institute for Contemporary Art, Berlin (2019), zu sehen sowie in Gruppenausstellungen im Arko Art Center, Seoul, Korea (2017), im Camden Arts Centre, London (2018) und im Stedelijk Museum, Amsterdam (2019) u.a.

Wir bedanken uns herzlich für die freundliche Unterstützung der Ausstellung durch das Bureau des arts plastiques des Institut français Deutschland und des französischen Kulturministeriums.

Parallel eröffnet das Leopold-Hoesch-Museum die Ausstellung „Imre Kocsis – Bildraum/Realraum“ der Hubertus Schoeller Stiftung.

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Imre Kocsis – Bildraum/Realraum
08. März bis 22. November 2020

Der Künstler Imre Kocsis (1937-1991) ist für seine graphisch anmutenden Boden-Wandobjekte bekannt. Die am Leopold-Hoesch-Museum ansässige Hubertus Schoeller Stiftung verfügt über ein umfangreiches Konvolut an Werken aus dem Nachlass des ungarischen Künstlers. Nach seiner Emigration 1953 und seinem Studium an der Hochschule für Bildende Kunst Hamburg lebte und arbeitete er als wichtiger Vertreter der Konkreten Kunst in Düsseldorf.

In seiner exemplarischen Einzelpräsentation im Leopold-Hoesch-Museum werden nicht nur eine große Installation, in Form eines den Raum gliedernden Kreuzes, und klassische Wand-Boden-Arbeiten, sondern auch Werke aus seinem malerischen Frühwerk vorgestellt. Ausgehend von surreal anmutenden Malereien und solchen, die wie flirrende Raumstrukturen wirken, konzentrierte sich Kocsis später ausschließlich auf eine geometrische Formensprache in Schwarz-Weiß. Diese Arbeiten verlassen den Bildraum befragend schnell die Leinwand und erobern als Objekte den realen Raum. Doch auch hier stellen sie das Verhältnis von Bild- und Realraum in Frage, spielen mit dem Kippmoment zwischen Zwei- und Dreidimensionalität und erzeugen über optische Verkürzungen und Streckungen den Eindruck von Bewegung.

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Aktuelle Pressemeldungen


Düren, 13.03.20

Coronavirus: Stadt Düren reagiert auf die Maßnahmen der Landesregierung zur Schließung der Schulen und Kinderbetreuungsstätten - Städtische Kultureinrichtungen werden geschlossen

Düsseldorf/ Düren. Vor dem Hintergrund der Beschlüsse von Bund und Ländern zur Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie hat die nordrhein-westfälische Landesregierung heute weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus beschlossen.... mehr


Düren, 05.02.20

Leopold-Hoesch-Museum vom 17. Februar bis 6. März geschlossen – Shop und Café eintrittsfrei geöffnet

Düren. Das Leopold-Hoesch-Museum bleibt während des Ausstellungsabbaus und -aufbaus in der Zeit vom 17.Februar bis zum 6. März geschlossen. mehr


Düren, 29.11.19

Faire und gerechte Lösung für Campendonks „Tiere/Bild mit Tieren“

Große Freude über den Rückkauf des restituierten Campendonk-Gemäldes, das so dem Leopold-Hoesch-Museum erhalten bleibt. Foto: Stadt Düren

Düren. Die Stadt Düren als Trägerin des Leopold-Hoesch-Museums und die Erbin der Kunstsammlung Hess haben sich nach umfangreichen Provenienzforschungen hinsichtlich des Gemäldes von Heinrich Campendonk „Bild mit Tieren“ in einem... mehr


Düren, 25.11.19

Weihnachtsmarkt im Leopold-Hoesch-Museum

Helen Wobbe vom Leopold-Hoesch-Museum (rechts) und Simone Breuer vom Museumsshop freuen sich auf viele Besucherinnen und Besucher. Foto: Stadt Düren

Düren. Originelle Weihnachtskarten, kleine Kunstwerke „Schnittstellen“, strapazierfähige Taschen und Rucksäcke aus Papier – im Fokus des diesjährigen Weihnachtsmarktes im Leopold-Hoesch-Museum steht das Thema Papier. Aber es gibt... mehr


Düren, 04.11.19

Besondere Veranstaltungen im Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum im November und Dezember

Im Rahmen von Düren leuchtet war auch das Leopold-Hoesch-Museum während der Langen Nacht der Museen mit Licht besonders in Szene gesetzt. Foto: Stadt Düren ©Wobbe

Düren. Auch im November und im Dezember gibt es begleitend zu den aktuellen Ausstellungen im Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum interessante Projekte, Workshops, Führungen und Aktionen, die sich Kunstinteressierte in ihrem... mehr


Düren, 29.10.19

10. Lange Nacht der Museen im Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren

Das Leopold-Hoesch-Museum wird ebenso wie das Papiermuseum in der Langen Nacht im Rahmen von "Düren leuchtet" illuminiert. Foto: Stadt Düren

Düren. Zur zehnten Langen Nacht der Museen am Samstag, dem 2. November, bieten das Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren zwischen 18 und 24 Uhr ein vielseitiges Programm. Besucherinnen und Besucher erleben die Kunst in ganz... mehr


Düren, 18.10.19

Vom Leben in Industrielandschaften – Eine fotografische Bestandsaufnahme

Carl Schütz, Das Lendersdorfer Walzwerk, 1838, Öl auf Leinwand (auf Hartfaser aufgezogen)

Düren. Die Ausstellung „Vom Leben in Industrielandschaften – Eine fotografische Bestandsaufnahme“, vom 27. Oktober 2019 bis zum 16. Februar 2020 im Leopold-Hoesch-Museum in Düren zu sehen, wird am Sonntag, 27. Oktober, um 12 Uhr... mehr

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