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Vom Leben in Industrielandschaften – Eine fotografische Bestandsaufnahme
27.10.2019 – 16.2.2020

Bernd und Hilla Becher, Joachim Brohm, Irmel Kamp, John Kelsey, Aglaia Konrad, Susanne Kriemann, Armin Linke, Jürgen Matschie, Angela Melitopoulos & Maurizio Lazzarato, Albert Renger-Patzsch, August Sander, Arne Schmitt, Carl Schütz, Ulrich Wüst

Vom Leben in Industrielandschaften - Eine fotografische Bestandsaufnahme ist der erste Teil und damit der Auftakt zu einem zweiteiligen Ausstellungsprojekt, das sich mit künstlerischen Darstellungen von Industrielandschaften im ländlichen Raum auseinandersetzt. Welche Erfahrungen haben Menschen in Industrielandschaften? Welche Formen der Identifikation oder der Distanz, der Ideologisierung oder der Kritik prägen diese Ansichten? Welche Lebensräume werden beschrieben? Welche Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen sie?

Ausgangsmotiv des Ausstellungsprojekts ist das für die Sammlung des Leopold-Hoesch-Museums ikonische Gemälde "Das Lendersdorfer Walzwerk" von Carl Schütz (1796-1845) aus dem Jahr 1838. Das Bild der Fabrik der Familie Hoesch in Düren-Lendersdorf ist ein typisches Beispiel für das ausgeprägte Selbstbewusstsein und die Art der Selbstdarstellung von Industriellenfamilien zur Zeit der frühen, hiesigen Industrialisierung. Bis heute ist die Landschaft um Düren, zwischen Garzweiler und den Stauseen der Eifel, durch ihre industrielle Nutzung geprägt. Die Ausstellung Vom Leben in Industrielandschaften ist eine Einladung, sich mit den eigenen Wahrnehmungen dieser Landschaft auseinanderzusetzen, mit den widersprüchlichen und komplexen Räumen, die sich zwischen Tagebau, Kraftwerken und Hochspannungsmasten, Papierfabriken, Zuckerrübenäckern und dem relativ nahen Kernkraftwerk Tihange öffnen. Von diesen Überlegungen ausgehend werden die Beziehungen zu Industrielandschaften an anderen Orten der Welt, wie der Lausitz, den Alpen oder Fukushima, in den Blick genommen.

Die für Vom Leben in Industrielandschaften - Eine fotografische Bestandsaufnahme grundlegende Frage, inwiefern Fotografie der Komplexität sozialer Realität gerecht werden kann, ist eine mit der Geschichte des Mediums zutiefst verbundene. So ist Berthold Brechts Aussage über eine Fotografie von Albert Renger-Patzsch (1897-1966) als Zitat in Walter Benjamins "Kleine(r) Geschichte der Photographie" berühmt geworden. Dort heißt es: "Eine Photographie der Kruppwerke oder A.E.G. ergibt beinahe nichts über diese Institute. Die eigentliche Realität ist in die Funktionale gerutscht. Die Verdinglichung der menschlichen Beziehungen, also etwa die Fabrik, gibt die letzteren nicht mehr heraus."

Angefangen mit den Aufnahmen August Sanders (1876-1964) und Albert Renger-Patzschs aus den 1920er und 1930er Jahren bis hin zu zeitgenössischen Positionen versammelt Vom Leben in Industrielandschaften - Eine fotografische Bestandsaufnahme Künstler*innen, die sehr unterschiedliche fotografische Herangehensweisen entwickelt haben, um die Lebensrealität von Industrielandschaften einzufangen, spezifische Raumerfahrungen und das jeweilige Verhältnis zwischen Mensch und Landschaft abzubilden. So dokumentiert Albert Renger-Patzsch in seinen räumlich differenzierten Aufnahmen das Eindringen von Industriearchitektur in den ländlichen Raum des Ruhrtals in den 1920er Jahren, während Joachim Brohm (*1955) die räumliche Komplexität, Offenheit und inhaltliche Dichte der Landschaft entlang der Ruhr der späten 1970er und frühen 1980er Jahre festhält. In August Sanders Landschaftsbildern lassen sich Bezüge zur Malerei finden. Bernd und Hilla Bechers (1931-2007 / 1934-2015) streng komponierte Typologien abstrahieren Einzelansichten von Industriebauten (wie Fördertürmen), indem sie strukturelle Ähnlichkeiten der Konstruktionsweisen betonen. Die Typologien von Irmel Kamp (*1937) und Arne Schmitt (*1984), die jeweils der Art und Weise folgen, wie die industrielle Nutzung eines einzelnen Materials, nämlich erstens Zink und zweitens Basalt eine Landschaft prägt, scheinen demgegenüber dem Besonderen, dem Detail, dem Unscheinbaren mehr Aufmerksamkeit zuzuwenden.

In einigen Arbeiten spielen die Künstler*innen auch mit dem der Fotografie eigenen Aspekt des Faktors Zeit und mit den Veränderungen, die Industrie ganz unmittelbar, und die der historische Wandel von Industrielandschaften auch langfristig hinterlässt. So etwa Aglaia Konrad (*1960), die per Film den Blick über lange Zeit auf den Mamorbruch in Carrara hält, oder Jürgen Matschie (*1953), der in einer Serie von acht Bildern eine Straßenkreuzung am Rande einer Braunkohlegrube in Brandenburg beziehungsweise deren Verschwinden dokumentiert. Susanne Kriemann (*1972), die sich seit 2016 in einer Reihe von Arbeiten mit den Folgen des Uranit-Abbaus durch die Wismut AG in Sachsen beschäftigt, hat auf dem ehemaligen Unternehmensgelände in Sachsen Pflanzen gesammelt, in deren Wurzeln sich Schwermetalle und Radioaktivität finden. Mit Farbstoffen, die aus diesen Wurzeln gewonnen wurden, hat sie Heliogravüren (Drucke nach fotografischem Edeldruckverfahren) derselben Pflanzen gefertigt. Ulrich Wüsts (*1949) Serie "Dorf, die Gemeinde Nordwestuckermark" (2014-2019) macht die Geister einer vergangenen, florierenden industriellen Landwirtschaft sichtbar sowie die Gegenwart der weitestgehend industrialisierten Gemeinde. Demgegenüber findet John Kelsey (*1964) eine eigene Form für die Darstellung von Serverparks, die schon durch die Namen, die wir ihnen geben, wie das "Netz" oder die "Cloud", Immaterialität und Unsichtbarkeit behaupten.

Vom Leben in Industrielandschaften - eine fotografische Bestandsaufnahme spricht vom Anthropozän als dem Zeitalter, in dem der Mensch Geologie und Klima aktiv mitbeeinflusst. Allerdings wird - anders als es der abstrahierende Begriff "das Anthropozän" nahelegt - beispielsweise in Angela Melitopoulos (*1961) und Maurizio Lazzaratos (*1955) Videoinstallation "Life of Particles" (2013, 82 min.), die vom Umgang mit der Katastrophe in Fukushima in Japan handelt, oder in Armin Linkes (*1966) Film "Alpi" (2011, 60 min.) - der Mensch, dessen individuelle Handlungsweisen, sein Gestaltungsspielraum und dessen jeweiliger Zusammenhang mit ökonomischen, kulturellen und ideologischen Logiken nicht aus den Augen gelassen.

Vom Leben in Industrielandschaften ist eine Kooperation mit dem Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst. Der zweite Teil des Projekts Vom Leben in Industrielandschaften und ihrem Wandel wird am Leopold-Hoesch-Museum in Düren ab Februar 2021 gezeigt. Die Ausstellung geht den Umbrüchen und Widersprüchen in der Darstellung von Industrielandschaften seit dem Beginn der Industrialisierung nach und wird sowohl historische als auch zeitgenössische Malerei, Fotografie, Installationskunst und Film versammeln.

Für die Förderung der Ausstellung danken wir der Kunststiftung NRW, dem Museumsverein Düren e.V. und der ANKER Gebr. Schoeller GmbH + Co. KG.

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HOESCH TALENTS 2019
27.10.2019 – 16.2.2020

"HOESCH TALENTS" ist die jährliche Ausstellungspräsentation mit Arbeiten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die in verschiedenen Workshops mit Künstler*innen und Expert*innen im Leopold-Hoesch-Museum und im Papiermuseum Düren entstanden sind. Ebenso werden Ergebnisse aus Projekten gezeigt, die mit Kindertagesstätten und Schulen sowie anderen städtischen und regionalen Institutionen realisiert werden konnten.

Vom Herbst 2019 bis Februar 2020 zeigten die HOESCH TALENTS 2019 große Leinwandarbeiten, die im Sommerworkshop "Farbe, Form und Fantasie" unter der Leitung des Kölner Künstlers Thomas Arnolds mit zehn Jugendlichen entstanden sind.

Schafe und Kühe, Dinos und Fabelwesen bevölkern die fantastischen Landschaften, die die jungen Talente des wöchentlichen Workshops "Malspezialisten" unter der Leitung von Britta Rodenkirchen in Form kleiner Schaukästen präsentierten.

Zweimal im Monat treffen sich die Teilnehmer*innen des Club 125 in der Kunstwerkstatt. Durch intensiven persönlichen Austausch, die Erkundung von künstlerischen Materialien sowie Dingen des Alltags entwickelt sich sukzessive ein künstlerischer Ausdruck innerhalb der Gruppe. Diese prozesshafte Erfahrung kristallisiert sich zu einer raumgreifenden Sound-Installation, die mit symbolischen Elementen aus Natur und Kultur spielt.

Außerdem zeigt die diesjährige Ausstellung eine Foto-Dokumentation des Projekts "Bauhütte - Papier / Glas / Erde - Eine Baumskulptur für Simonskall", das im Rahmen von "100 Jahre Bauhaus im Westen" in Zusammenarbeit mit dem Institut Moderne im Rheinland, der Kunstvermittlung des Leopold-Hoesch-Museums & Papiermuseums Düren und der Künstlerin Susanne Müller-Geiger realisiert wurde.

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Peter Zimmermann, abstractness
18. Juli bis 6. Oktober 2019

Mit Peter Zimmermann, abstractness lädt das Leopold-Hoesch-Museum zu einer Werkschau des 1956 in Freiburg im Breisgau geborenen und in Köln lebenden Künstlers ein. Es handelt sich um die erste museale Einzelausstellung des Künstlers im Rheinland.

Das Leopold-Hoesch-Museum vereint anlässlich von Peter Zimmermann, abstractness frühe Gemälde aus den späten 1980er und den 1990er Jahren, wie seine Buch Cover Paintings, mit einer repräsentativen Auswahl aus den jüngsten künstlerischen Produktionen. Zentrale Werke aus dazwischenliegenden Schaffensphasen ermöglichen die exemplarische Konzentration auf Fragestellungen, die den Künstler seit Beginn seiner künstlerischen Laufbahn beschäftigen.

Die Ausstellung wurde von Markus Mascher kuratiert und ist in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler entstanden.

Apropos Papier: Willem Oorebeek, JoëlleTuerlinckx, Heimo Zobernig
7. April bis 7. Juli 2019

Mit der Ausstellung Apropos Papier: Willem Oorebeek, JoëlleTuerlinckx, Heimo Zobernig startet das Programm der neuen Direktorin des Leopold-Hoesch-Museums, Anja Dorn, mit drei international renommierten KünstlerInnen, in deren Werk Papier als Medium formal und inhaltlich eine wesentliche Rolle spielt. Aus unterschiedlichen Kontexten kommend haben Willem Oorebeek (geb. 1953 in Pernis, Niederlande, lebt in Brüssel), Joëlle Tuerlinckx (geb. 1958 in Brüssel, lebt in Brüssel) und Heimo Zobernig (geb. 1958 in Mauten, Kärnten, lebt in Wien) auch aufgrund ihrer Auseinandersetzung mit der abstrakten Malerei der Moderne, der Minimal Art und der frühen Konzept Kunst unabhängig voneinander ähnliche künstlerische Arbeitsweisen entwickelt.

Apropos Papier: ist eine Ausstellungsreihe des Leopold-Hoesch-Museums, die 2018 zur Wiedereröffnung des benachbarten Papiermuseum Düren begonnen wurde. In dieser Reihe werden internationale KünstlerInnen vorgestellt, deren Werk durch die Auseinandersetzung mit dem für die Papierstadt Düren wichtigen Material Papier geprägt ist.

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Thomas Arnolds, Duktusinduziert
9. Dezember 2018 bis 10. März 2019

Der Künstler Thomas Arnolds, geboren 1975 im niederrheinischen Geilenkirchen, erschließt mit seinen Werkkomplexen grundsätzliche Fragestellungen klassischer Malerei. Nach einer Steinmetz-Ausbildung und der praktischen Ausübung dieses Handwerks als Kirchenrestaurator studierte Thomas Arnolds von 2001 bis 2005 an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig bei Walter Dahn, bevor er sich im Anschluss daran als bildender Künstler in Köln niederließ. Seither schafft er Bildreihen, in denen er sich mit den Anforderungen, den Bedingungen und den Möglichkeiten von Malerei auseinandersetzt. Dies tut er sowohl in kunsttheoretischer als auch in praktischer Hinsicht, wenn er die Relevanz alter Meister anerkennt und aus deren Schaffen Inspiration und Bewertungskriterien für seine eigene Arbeit ebenso wie für sein Selbstverständnis als Künstler schöpft. Der Aufbau des Bildes, seiner Malschichten und seiner Oberflächen, seine materielle Beschaffenheit und die visuellen Qualitäten von Malerei sind dabei insofern zentrale Themen der künstlerischen Auseinandersetzung, als dass abstrakte Konstellation und repräsentative Darstellung bewusst miteinander konfrontiert und letztendlich ununterscheidbar werden.

Während in den letzten Jahren Werkserien wie LUFT, GRAD, MARB oder RUN das Schaffen von Thomas Arnolds prägten, bei denen in breiter, gleichmäßiger Pinselführung, dem Duktus, aufgetragene Farbflächen mit Bildelementen aus massiver Farbmaterie kombiniert werden, zeichnen sich die jüngsten Arbeiten durch die grafische Komponente der Wegnahme von Materie aus, so dass quasi ex negativo ein bildlicher Tiefenraum eröffnet wird, dem in der Kombination von Struktur und Fläche durchaus visionäre Aspekte zu eigen sind. In der Zusammenschau maßgeblicher Arbeiten aus diesen Serien mit aktuellen Werken wird deutlich, dass sich konzeptuelle Themenfelder und prozessuale Analysen kontinuierlich durch das künstlerische Schaffen von Thomas Arnolds ziehen und diesem eine unverwechselbare Ausprägung verleihen, die an die Bedeutung von Bildlichkeit und Haptik, von visueller Wahrnehmung und analogem Wirklichkeitsverständnis in einer Zeit digitaler Bilderfluten und virtueller Realitäten rührt.

HOESCH TALENTS 2018
9.12.2018 bis 10.3.2019

Malspezialisten 2018, Foto: Peter Hinschläger

Die Ausstellung „Hoesch Talents 2018“ präsentierte wie jedes Jahr im Winter Arbeiten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die in regelmäßigen oder auch mehrtägigen Workshops mit Künstler*innen in der Werkloge, Raum für Kunstvermittlung am Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren entstanden sind.  Darüber hinaus zeigte die Ausstellung Ergebnisse aus Vermittlungsprojekten, die das Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren mit städtischen und regionalen Partnern realisieren konnte.

Werke aus folgenden Projekten und Workshops waren zu sehen:

„On a clear day you can see for ever and ever and ever and ever more…“

Kulturrucksack NRW 2018

Workshop mit Jugendlichen und der Künstlerin Claudia Kallscheuer, gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Im Rückgriff auf die Ausstellung der Künstlerin Claudia Kallscheuer, die Preisträgerin des Kunstpreises des Kreises Düren 2017 ist und vom 25.3.2018bis zum 10.6.2018 im Leopold-Hoesch-Museum Düren eine umfassende Werkschau präsentierte, lud die Werkloge auch im Jahr 2018 wieder Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren ein zu einem vertiefenden Künstlerinnen-Workshop.

Inspiriert von Kunstwerken aus Textil gestalteten die jugendlichen Teilnehmer*innen gemeinsam mit der Künstlerin eigene Objekte, Stoffcollagen und Zeichnungen. Es wurde genäht und gestickt, gemalt, geschnitten und geklebt.

MALSPEZIALISTEN I und II

Wöchentliche Workshops unter der künstlerischen Leitung von Britta Rodenkirchen

Der Workshop in der Kunstwerkstatt des Museums setzt sich vertiefend mit wechselnden kunsthistorischen Inhalten wie beispielsweise dem Expressionismus, dem Impressionismus, der zeitgenössischen Kunst sowie mit der Anwendung verschiedener Techniken der Kunst im Rahmen ihrer Themen wie Portrait, Landschaft, Stillleben auseinander. Die Beschäftigung mit den Originalen des Museums, ermöglicht den Kindern und Jugendlichen eine unmittelbare und nachhaltige Wissensvermittlung der Kunstgeschichte.

Experiment Handschrift

Workshops mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und der Gestalterin Annett Wurm

„Mit der Hand zu schreiben, bedeutet, den Zeichen, Buchstaben und Wörtern einen einzigartigen und individuellen Ausdruck zu geben.“ Die Gestalterin Annett Wurm vermittelt in Ihren Workshops, wie das Experimentieren mit Materialien, Strichqualitäten und Schreibrhythmen zu einer besonderen, persönlichen Erfahrung wird. Die Ausstellung zeigt Arbeiten aus verschiedenen Workshops

Mit Nadel und Faden - Atelier für inklusive Kultur

Workshop mit Erwachsenen und der Künstlerin Claudia Kallscheuer

Mit der Nähmaschine auf verschiedenen Materialien schreiben und zeichnen, sticken und nähen, collagieren und malen… Im Atelier für inklusive Kultur entstanden unter der Anleitung der Künstlerin Claudia Kallscheuer Arbeiten, die im Kontext von Kunst und Textil stehen. Die Kulturtechnik des Nähens bietet den Teilnehmer*innen ein breites Experimentierfeld, um Nessel, Papier oder andere Bildträger zu textilen Materialien in Bezug zu setzten und individuell zu interpretieren.

Die Ameisenkönigin

Workshop mit Flüchtlingskindern aus Düren und dem Künstler Tom Früchtl

Einige Tage benötigte die Gruppe von Flüchtlingskindern aus Düren, die bereits wiederholt im werkHAUS 5 der LVR-Klinik Düren zu Gast waren, um gemeinsam mit dem in Berlin lebenden Künstler Tom Früchtl ein großes Projekt zu verwirklichen. Der Künstler erhielt für seine aus Karton, Holz und Papierresten geschaffenen „Gemäldeobjekte“ 2017 den Dahlmann-Preis des Leopold-Hoesch-Museums und knüpfte Kontakt zu dem Atelier in der LVR-Klinik. Ebenfalls aus Karton und mit strahlend bunten Farben bemalt, entstand 2018 gemeinsam mit den Kindern ein übergroßes Objekt „Die Ameisenkönigin“.

Gefördert wurde das Projekt von der Entsorgungsgesellschaft mbH aus Viersen.

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